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Freitag, 23. Mai 2025

Eggersdorf – Grazer Sportklub Straßenbahn 1:2 (0:0)

Steiermark, Gebietsliga Mitte, 24. Runde, 23.5.2025
Sportplatz Eggersdorf, 100

Der GSC gewinnt in Eggersdorf wichtige Punkte für einen Relegationsplatz. Nach schwerem Herbst haben sich die Eggersdorfer im Frühjahr erfangen, spielen aber noch um den Klassenerhalt. Eine intensive erste Hälfte blieb torlos. Danach ging der Grazer Sportklub Straßenbahn gleich nach der Pause in Führung. Wenige Minuten darauf gab es das 2:0 für die grün-weißen Grazer. Doch der Schiedsrichter ließ es nicht gelten, gab stattdessen eine rote Karte für Torraub (obwohl der Ball über der Linie schien und das Foul danach) und Elfmeter. Auch diesen verwerteten die Gäste aber, sodass es doch 2:0 für sie stand. Das dritte Tor fiel nicht, stattdessen hatten die Eggersdorfer ihre Szenen und kamen per Elfmeter auf 1:2 heran. Eine spannende Schlussphase endete mit dem Sieg für den GSC. Für diese geht es noch darum, den zweiten Tabellenplatz zu erreichen, der für Relegationsspiele um einen Aufstieg in die Unterliga qualifizieren sollte. Zuletzt hatten die Straßenbahner 2011/12 in der sechstklassigen Unterliga gespielt. Erst 2023 hatte der GSC ohne Relegationsspiele als besserer Vizemeister der achtklassigen 1. Klasse Mitte B gegenüber Semriach aus der 1 Klasse Mitte A (identer Punktequotient 2,38 aber bessere Tordifferenz) direkt in die siebtklassige Gebietsliga Mitte aufsteigen können.
Die Tramway Funatix feuerten entsprechend hoffnungsfroh ihre Mannschaft an. „Immer pünktlich, immer pünktlich, immer pünktlich, Straßenbahn!“ Nach Schlusspfiff konnten sie feurig den wichtigen Sieg feiern.
Der USV Eggersdorf wurde 1959 als Sportverein Union Eggersdorf gegründet. Größter Erfolg waren die Saisonen in der Oberliga Mitte West 2000/01 bis 2004/05 nachdem man 1999/2000 Meister der Unterliga Mitte geworden war. Zuletzt stieg der Verein 2024 aus der Unterliga wieder in die Gebietsliga ab.
Die Sportanlage wurde in den Jahren 2009 bis 2011, in denen der Verein die Heimspiele in Pircha austrug, am alten Standort neu errichtet. 2012 bis 2014 wurde auch die Kantine neu gebaut. 2020 wurde zuletzt der Tribünenzubau errichtet, welcher ein gutes Bild abgibt. 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauer füllten den Platz im April 2016, als hier in der Unterliga Mitte der GAK zu Gast war und beim Eggersdorfer 2:1-Sieg seine einzige Meisterschaftsniederlage jener Saison erlitt. Die Marktgemeinde Eggersdorf bei Graz besteht aus neun Ortschaften, in denen zusammen 7.200 Menschen leben.

Donnerstag, 30. Juni 2022

Austria Puch Graz – Grazer Sportklub Straßenbahn 4:3 (1:3)

Grazer Stadtpokal, Gruppe B, 30.6.2022
Austria-Platz, 70

„Schienenderby“ im Grazer Stadtpokal zwischen den Eisenbahnern des FK Austria ASV Puch Graz und dem Grazer Sportklub Straßenbahn. Ein Grazer Derby, das in den 1950er Jahren schon in der zweitklassigen Staatsliga B gespielt worden war. Heute sind beide Vereine in achtklassigen 1. Klassen. Der Grazer Stadtpokal wurde im Pandemiesommer 2021 erstmals ausgetragen und findet nunmehr im Pandemiesommer 2022 zum zweiten Mal statt. Vorjahresfinalist GSC trat de facto mit der 1b an, die aber sehr gut ins Match startete und nach 25 Minuten schon 2:0 führte. Nach dem Austria-Anschlusstreffer zum 1:2 ging es nach einem Elfmeter mit 1:3 für die Gäste in die Pause. In narrischen drei Minuten erzielte die Austria nach Wiederbeginn drei Tore, das letzte ebenfalls per Elfmeter, und stellte damit den Spielstand auf den Kopf. Der GSC war ab dann gebrochen und die Heimmannschaft gewann sicher.
Das freute die Heimfans hinter dem Tor, die das eine oder andere Mal „Austria!“-Rufe hören ließen und „Populaere Front Graz“ mit Anarchie-A, altem ÖBB-Logo und Puch-Wappen aufgehängt hatten. „GSC!“ erschallte es demgegenüber von den Tramway Funatix an diesem heißen Sommerabend.
Der FK Austria ASV Puch entstand 2004 durch Fusion des traditionsreichen Eisenbahnervereins ESV Austria Graz, gegründet 1921 als SC Südbahn Graz, mit dem 1935 gegründeten Puch-Werksverein ASV Puch, dessen Geschichte Frank Stronach mit dem Verkauf des Werksgeländes durch seine Magna und dem damit verbundenen Verlust des Sportplatzes beendet hatte. Südbahn stieg 1925 erstmals in die steirische Landesliga auf, in der man ab 1931 durchgehend spielte. 1943/44 gewann der unter der Nazi-Herrschaft als Reichsbahn Graz antretende Verein erstmals die steirische Landesmeisterschaft. Nach der Befreiung hatte man in der Nachkriegszeit die besten Jahren. 1948 wurde Südbahn in ESV Austria Graz umbenannt. 1950 stieg man in die neueingeführte Staatsliga B, die zweithöchste Liga auf. 1955 qualifizierte sich die Grazer Austria für die Relegationsspiele zum Aufstieg in die Staatsliga A. Nach 2:2 und 3:3 gegen den FC Dornbirn musste vor der Einführung der Auswärtstorregel ein Entscheidungsspiel entscheiden. Auf neutralem Boden in Linz gewann die Austria Graz glatt 4:0 und war erstklassig. Die beiden ersten Runden hatten es in sich, doch man gewann zum Auftakt gegen den GAK 2:1 und gleich darauf in der zweiten Runde gegen Sturm mit 2:1. Rapid gewann gegen Austria Graz am damaligen Platz des GSC 0:1 und auf der Pfarrwiese 7:0. In Summe reichte es dann mit 15 Punkten aus 26 Spielen in der Saison 1955/56 nicht zum Klassenerhalt und man stieg wieder ab. Gespielt wurden die Erstligaspiele nicht hier sondern im Liebenauer Stadion, am GSC-Platz oder an der Körösistraße. Bis 1962 spielte Austria Graz erst in der Staatsliga B und nach deren Auflösung 1959 in der Regionalliga Mitte noch zweitklassig, wanderte aber dann langsam die Ligen nach unten.
Der Austria-Platz wurde 1932 eröffnet. Er liegt im 4. Grazer Stadtbezirk, Lend, im Nordwesten der Stadt Graz. Böschungen erinnern an ein einstiges Stadion. Ein altes Signal signalisiert die Eisenbahnervereinstradition.