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Dienstag, 5. Februar 2013

Atlético - Covilhã 0:0

Portugal, Segunda Liga, Jornada nº26, 3.2.2013
Estádio da Tapadinha, 630

Beide Mannschaften kommen immer wieder zu Torraumszenen, richtig gefährlich blieb aber allein eine Aktion der Gastgeber, die auch im Tor endete. Der Treffer wurde aber wegen Abseitsstellung nicht gegeben − zu Unrecht nach Meinung des Großteils des Stadionpublikums, was auch die gut postierten Fachmänner aus Wien bestätigten.
Der Lissaboner Atlético Clube de Portugal wurde 1942 aus einer Fusion zweier historischer Vereine gegründet, União Foot-ball Lisboa (1910 gegründet ) und Carcavelinhos Futebol Clube (1912 gegründet, Cupsieger 1928). Die ersten drei Jahrzehnte spielte man regelmäßig in der ersten Liga, zuletzt war dies allerdings bereits 1976/77 der Fall. Die größten Erfolge des Vereins waren zwei dritte Meisterschaftsplätze in der obersten Spielklasse 1944 und 1950 sowie das zweimalige Erreichen des Cupfinales 1946 und 1949. Die große Zeit Ende der vierziger Jahre ist lange vorbei, die Realität spielte sich in den letzten vierzig Jahren hauptsächlich in der dritten Liga ab. Seit 2011 agiert man nun wieder in der zweiten Liga.
Das Estádio da Tapadinha wurde 1945 als Heimstätte des Atlético CP eröffnet. Als erstes Stadion des Landes wurde es damals mit einem Rasen am Spielfeld versehen, der eigens aus Wembley (!) importiert wurde. Meist sahen Fußballplätze zu dieser Zeit so aus. Das Stadion liegt an markanter Stelle oberhalb des Flusses Tejo, an der großen Brücke Ponte 25 de Abril. Hinter den beiden Toren befinden sich übergroße Werbeplakate, die nicht auf das Stadionpublikum, sondern auf den Verkehr auf der Hauptverkehrsader in den Süden abzielen. Das talseitige Plakat wendet so auch dem Innenraum nur die Rückseite zu. Die Kapazität des Stadions beträgt insgesamt 10.000 Plätze, wobei nur eine Hälfte offen ist. Die einfachen Stufen wurden großteils recht frisch weiß gestrichen und in Kleinarbeit mit Pinselstrichen Sitzplätze und Nummern markiert. Da das Stadion in der Einflugschneise zum Flughafen liegt, kann man hier neben portugiesischem Zweitligafußball auch schon recht tief fliegende Flugzeuge bewundern.
An einem Tag hier wurden Aussichtspunkte in Lissabon und das Stadion von Almada besucht sowie am Abend das Spiel von Benfica.















































Dienstag, 29. Januar 2013

Penafiel - Covilhã 2:0 (1:0)

Portugal, Segunda Liga, Jornada nº25, 27.1.2013
Estádio Municipal 25 de Abril, 575

Eine klare Sache für den FC Penafiel war das Match gegen den SC Covilhã. Für das erste Tor war noch ein Elfmeter nötig, aber der Siegestreffer nach der Pause war dann schön herausgespielt.
Es herrschte Aprilwetter (nomen est omen bei diesem Stadionnamen), denn das Match begann wie zuvor bei Aves bei Regen, dann kam für eine halbe Stunde unglaublicherweise die Sonne zum Vorschein, bis wieder eine Wolkendecke den Himmel verdunkelte und es schließlich erneut zu regnen begann.
Ein Dutzend Penaboys supportete nicht durchgehend, aber erkennbar leidenschaftlich. Auch das dutzend Auswärtsfans machten mit Gesängen auf sich aufmerksam.
Der Futebol Clube de Penafiel wurde 1951 gegründet. Zuvor hatten mit dem Sport Club de Penafiel (1923) und União Desportiva Penafidelense (1933) zwei Fußballvereine in Penafiel bestanden, die 1943 zum Club Desportivo de Penafiel fusioniert wurden. Dieser Verein erreichte aber nie den Publikumszuspruch seiner beiden Vorgänger und stellte 1949 den Spielbetrieb ein. Dann dauerte es zwei Jahre, bis 1951 der heutige Klub gegründet wurde. Zwischen 1980 und 1992 spielte der FC Penafiel insgesamt zehn Jahre in der ersten Liga. Zuletzt folgten von 2003/04 bis 2005/06 drei weitere Saisonen in der ersten Liga. Während dieser Zeit spielte hier 2004/05 ein Jahr lang Rolf Landerl.
Das Estádio Municipal 25 de Abril wurde 1934 als Estádio de Leiras eröffnet, benannt nach dem Stadtviertel. Nach der Nelkenrevolution vom 25. April 1974 bekam das Stadion seinen heutigen Namen, das an den Tag des Sturzes der Diktatur erinnert. 1984 wurde am Spielfeld ein Rasen verlegt. Das Stadion bietet heute 6.500 Plätze. Das U-förmige Stadion hat drei sehr unterschiedliche Tribünen. Neben der niedrigen Haupttribüne gibt es eine unüberdachte Kurve (gesperrt) mit Sitzplätzen in der Mitte sowie die große Längsseitentribüne, die als letzter Baumaßnahme im oberen Bereich mit VIP-Logen versehen und überdacht wurde. Von innen macht die Tribüne mehr her als von außen. Besonders gefiel im Wappen des FC Penafiel die Coolness, mit welcher der Vogel seinen Fuß auf den Ball stellt.