Samstag, 21. März 2026
Blau-Weiß Linz – Ried 3:2 (0:2)
Bundesliga, Unteres Play-off, 2. Runde, 21.3.2026
Donauparkstadion, 5.595
Blau-Weiß Linz gewann Big Points gegen die SV Ried. Die bisher auf den letzten Tabellenplatz abonniert scheinenden blauen Linzer schafften nach 0:2-Rückstand aus einem Elfmeter nach zwei Minuten und einem weiteren Rieder Tor eine Viertelstunde später gegen nach einer halben Stunde nur mehr zehn Rieder in der zweiten Spielhälfte die Aufholjagd und am Ende mit einem Ronivaldo-Elfmetertor das Drehen des Spielstands. Für die Rieder somit mit dem Cup-Semifinal-Ausscheiden nach Führung im Nachtragsspiel am Mittwoch gegen den LASK die zweite herbe Enttäuschung innerhalb weniger Tage.
„Jede Geduld hat ein Ende / Kämpft mit Herz und erzwingt die Wende!“ hatten die Linzer Blauhelme beim Aufwärmen per Spruchband an die Mannschaft appelliert und das mit einer emotionalen Vorsänger-Ansprache unterstrichen. Auch wenn das anfangs noch nicht danach aussah, war es am Ende offensichtlich erfolgreich. Zu Spielbeginn zeigte die Jugend der Linzer Pyromanen, die seit 2024 bestehende Rivolta, eine Choreographie über die ganze Tribüne mit Vorgang in der Mitte. Dem Thema der zwei Burschen am Vorhang und dem Namen der Pyromanen entsprechend gab es dazu auch reichlich Feuer. Spruchbänder von LP und der Banda wünschten dem schwer erkrankten Pyromanen-Capo gute Besserung. „Magischer FC!“ erschallte es am Ende zum Sieg in diesem Oberösterreich-Derby lautstark aus dem Fanblock.
Auf Rieder Seite zeigte man die schwarz-grünen Farben im Gästesektor und hatte reichlich Pyro mit, sodass der Sektor oft im Schein der roten Fackeln leuchtete. Im Unterschied zur Begegnung hier in der normalen Meisterschaft zu Saisonbeginn hatten sie diesmal aber nicht das bessere Ende.
Acht Runden bleiben für die Rieder noch im Kampf um den ersten Platz im Unteren Play-off zur Qualifikation für das Semifinale im Europacup-Play-off. Acht Runden bleiben für Blau-Weiß Linz noch im Kampf gegen den Abstieg.
Dolní Dvořiště – Malše Roudné 4:0 (2:0)
Tschechien, Jihočeský kraj, 5. Liga, 18. kolo, 21.3.2026
Fotbalové hřiště Dolní Dvořiště, 210
Klarer Heimsieg des FK Dolní Dvořiště gegen die TJ Malše Roudné am frühen Samstagnachmittag. Im Spiel in der früher Krajský přebor genannten obersten Spielklasse des Jihočeský kraj ging die Heimmannschaft schin in der dritten Minute in Führung und gewann das Match mit je zwei Toren in beiden Spielhälften verdient.
Der FK Dolní Dvořiště wurde 1946 gegründet. Nach der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung infolge der Nazi-Verbrechen in der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem deutsch früher Unterhaid genannten Dorf wurde dieser Ort in jener Zeit mit Leuten aus dem tschechischen Landesinneren und der Slowakei neu besiedelt, während andere Dörfer der Umgebung Anfang der 1950er Jahre geräumt und abgerissen wurden. Denn die Ortschaft liegt direkt an der tschechisch-oberösterreichischen Staatsgrenze und war daher unter dem kommunistischen Regime bis 1989 am militärisch überwachten Eisernen Vorhang, an dem Grenzsoldaten auf die vor der Diktatur Flüchtenden schossen. Danach war Dolní Dvořiště in den 1990er/2000er Jahren von florierenden Grenzgeschäften der Unterhaltungsindustrie aller Art geprägt. Der Sportplatz liegt inmitten von Wohnsiedlungen. Auffällig ist neben dem Stockhaus-Klubhaus eine kleine überdachte Tribüne mit Vereinsnamen-Aufschrift. Von hier aus hat man auch einen Blick auf die hoch aufragende spätgotische Kirche im Ortszentrum.
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