Mittwoch, 20. Februar 2013
Blickfang Ultra, 27
Rezension
Blickfang Ultra
Nr. 27
2013
115 S.
Hauptthema ist die Kampagne 12:12 − ohne Stimme keine Stimmung, in der in Deutschland die allermeisten Ultragruppen und Fankurven 12 Minuten und 12 Sekunden die Stimmung boykottierten, um gegen ein Maßnahmenpaket zur vorgeblichen Hebung der Stadionsicherheit zu protesieren. Es gibt verschiedene Artikel dazu. Spannend ist die Pro- und Contra-Kommentarseite zur Frage, ob professionell aufgezogene Medienarbeit wie bei dieser Kampagne ein Anfang zur Information der Öffentlichkeit sein soll oder eine Ausnahme und man den „Medienhype und Rummel“ auch mal wieder gut sein lassen soll.
Passend zum Schwerpunkt gibt es eine Umfrage unter Ultras anderer Länder, was diese über die Entwicklung der deutschen Ultraszene denken. Wenig überraschend werden u.a. die großen Menschenmassen (die allerdings hauptsächlich eben keine Ultras sind) und die Organisation von 12:12 hervorgehoben.
Dazu gibt es im Heft mehrere Berichte aus Frankreich (für mich immer noch terra incognita), über die einzigen Ultras im Fußball Südtirols, beim FC Obermais in Meran, und einen sehr interessanten Text über Marrokko und die Ultras Eagles von Raja Casablanca. Besonders die Erzählung von der „Auswärtsfahrt auf marrokkanisch“ ist lesenswert.
Montag, 18. Februar 2013
Rapid - Austria 1:2 (1:1)
Bundesliga, 21. Runde, 17.2.2013
Gerhard-Hanappi-Stadion, 17.000
Fußball ist, wie es Ernst Dokupil einst postulierte, ein Scheißspiel. Rapid ging überraschend forsch und frisch in das Spiel und verdient in Führung. Die Gegentore lagen auch an vermeidbaren Einzelleistungen in der Abwehr, Quell des Mißvergnügens war aber die frühe Dezimierung durch den leider gerechtfertigten Ausschluß des übermotivierten Branko Bošković. Es war die beste Derbyleistung seit langem, da war die in vergangenen Derbies so schmerzlich vermißte Leidenschaft zu sehen. Gerade mit zehn Mann. Das war positiv. Dennoch reichte es nicht, Spielanteile in ein zweites Tor umzumünzen oder aus den Standardsituationen Torgefährlichkeit zu erzeugen. Währenddessen machten die Unaussprechlichen aus wenig viel. Die Welt ist ungerecht. Q.e.d.
Unterm Strich: Drei Derbyniederlagen in Serie, sieglos seit zwei Jahren, das erste Derbytor seit eineinhalb Jahren. Das tut alles verdammt weh.
Willkommener Gast beim Spiel war Kollege Kartofliska.































Gerhard-Hanappi-Stadion, 17.000
Fußball ist, wie es Ernst Dokupil einst postulierte, ein Scheißspiel. Rapid ging überraschend forsch und frisch in das Spiel und verdient in Führung. Die Gegentore lagen auch an vermeidbaren Einzelleistungen in der Abwehr, Quell des Mißvergnügens war aber die frühe Dezimierung durch den leider gerechtfertigten Ausschluß des übermotivierten Branko Bošković. Es war die beste Derbyleistung seit langem, da war die in vergangenen Derbies so schmerzlich vermißte Leidenschaft zu sehen. Gerade mit zehn Mann. Das war positiv. Dennoch reichte es nicht, Spielanteile in ein zweites Tor umzumünzen oder aus den Standardsituationen Torgefährlichkeit zu erzeugen. Währenddessen machten die Unaussprechlichen aus wenig viel. Die Welt ist ungerecht. Q.e.d.
Unterm Strich: Drei Derbyniederlagen in Serie, sieglos seit zwei Jahren, das erste Derbytor seit eineinhalb Jahren. Das tut alles verdammt weh.
Willkommener Gast beim Spiel war Kollege Kartofliska.































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