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Dienstag, 15. September 2026
Veľké Ludince – DAC 3:2 (1:2)
Slowakei, Slovenský pohár, 3. kolo, 15.9.2026
Športové ihrisko Veľké Ludince / Nagyölved futballpálya, 1.300
Cup-Aus für den DAC mit Ex-Rapid-Trainer Robert Klauß beim Drittligisten. In der vorherigen zweiten Cuprunde war der DAC mit einem 13:0-Kantersieg bei einem Sechstligisten weitergekommen. Dass es hier anders ablaufen wird, zeigte sich schon nach sechs Minuten als „Heaven Is a Place on Earth“ von Belinda Carlisle als Torjubelmusik für das 1:0 aus den Lautsprechern schallte. Zunächst drehte der slowakische Erstligist aus Dunajská Streda (slowakisch) bzw. Dunaszerdahely (ungarisch) in der ersten Hälfte aber den Spielstand und ging mit Führung in die Pause. Trotz hohem Ballbesitz erzielten sie allerdings kein weiteres Tor, während die Heimmannschaft aus Veľké Ludince (slowakisch) bzw. ungarisch Nagyölved, wie man den Ort hier auch nennt, da drei Viertel der 1.500 Einwohnerinnen und Einwohner ungarisch sind, nach einer Stunde ausglich und kurz darauf gleich auch das 3:2 erzielte. In einer Nervenschlacht in den letzten 25 Minuten wehrte der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Goalie der Heimmannschaft einen DAC-Elfmeter ab und einen zweiten Elfmeter verschossen die Gäste in der Nachspielzeit. Die Sensation war perfekt.
Vor Spielbeginn sang ein Sänger das Lied „Nélküled“, das die Grenzziehung von 1918 bzw. 1920 und die seither außerhalb der Staatsgrenze lebenden Ungarinnen und Ungarn betrauert. Ein großer und ein kleinerer Ultras-Fetzen von DAC hing, genauso wie jener des stets präsenten Fanklubs Yellow Blue Supporters (YBS). Aktiven Support gab es abseits des Absingens der ungarischen Nationalhymne zu Beginn wie üblich nicht. Zu feiern hatten sie auch nichts. Die Cupsaison 2026/27 wäre für den DAC eine Jubiläumssaison gewesen, in der sich der einzige Cupsieg zum 40. Mal jährt. 1986/87 gewann der DAC den slowakischen Cup und dann im tschechoslowakischen Cupfinale gegen den tschechischen Cupsieger Sparta Prag den tschechoslowakischen Cup.
Die TJ Družstevník Veľké Ludince wurde 1951 gegründet. Im tschechoslowakischen Fußball spielte man in den unteren regionalen Ligen und war darin zuletzt 1992/93 in der sechstklassigen I. B trieda ZsFZ sk. Východ. Im slowakischen Fußball schaffte man es dank Ligenreform in die Drittklassigkeit und spielt seit 2013/14 in der III. liga Západ. Bereits 2024 war der DAC zuletzt ebenfalls in der dritten Cuprunde zu Gast gewesen und hatte vor sogar 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauern 3:0 gewonnen. Aktuell spielt man hier eine noch verbesserungsfähige Saison und liegt in der Meisterschaft am vorletzten Platz. Mit diesem Sieg im Cup hat man einen historischen Erfolg errungen. Entsprechend groß war die Freude in Veľké Ludince / Nagyölved. In der vierten Cuprunde werden sie nun den Zweitligisten MFK Zvolen empfangen.
Mittwoch, 19. August 2026
Svätý Peter – DAC 0:13 (0:7)
Slowakei, Slovenský pohár, 2. kolo, 19.8.2026
Športové ihrisko Svätý Peter / futballpálya Szentpéter, 1.200
Ungarisches Fußballfest im slowakischen Cup. Der Erstligist DAC (ungarisch Dunaszerdahelyi Atlétikai Club) aus Dunajská Streda (slowakisch) bzw. Dunaszerdahely (ungarisch) war mit Ex-Rapid-Trainer Robert Klauß als Coach zu Gast in der Region beim Sechstligisten OŠK Svätý Peter (slowakisch) bzw. Sportklub Szentpéter (ungarisch). Eine Viertelstunde vor Spielbeginn wurde entsprechend das Lied „Nélküled“ intoniert, das die Grenzziehung von 1918 bzw. 1920 und die seither außerhalb der Staatsgrenze lebenden Ungarinnen und Ungarn betrauert. Eine sichtlich etwas nervöse junge Sängerin sang es live. „Ria Ria Hungaria“ erschallte es daraufhin vom neben der Gästebank positionierten Auswärtsmob, bei dem der Fanklub Yellow Blue Supporters (YBS) zu sehen war. Die Ultraszene ist im Cupspiel nicht dabei und aktiv gewesen. Ungarisch wurde an allen Ecken hier gesprochen, außer von den internationalen Aktiven des DAC und dem slowakischen Schiedsrichtergespann. Am Spielfeld ließ der DAC keine Zweifel offen und gewann ohne große Mühen hoch.
Im Europacup ist der DAC heuer in der zweiten Qualifikationsrunde zur Conference League gegen Velež Mostar mit zwei Siegen weitergekommen und in der dritten Runde gegen den FC Twente mit 6:0-Niederlage im Hinspiel und im Rückspiel einem 3:3-Remis nachdem ein 0:2 zwischenzeitlich zu einem 3:2 gedreht worden war, ausgeschieden. Die Cupsaison 2026/27 ist für den DAC eine Jubiläumssaison, in der sich der einzige Cupsieg zum 40. Mal jährt. 1986/87 gewann der DAC zum ersten und einzigen Mal den slowakischen Cup und dann im tschechoslowakischen Cupfinale gegen den tschechischen Cupsieger Sparta Prag zum ersten und einzigen Mal den tschechoslowakischen Cup.
Der OŠK Svätý Peter (slowakisch) bzw. Sportklub Szentpéter (ungarisch) besteht in der heutigen Vereinsform als Gemeindesportklub seit 1990. Fußball wird hier aber bereits seit den 1930er Jahren gespielt. Seit dem Meistertitel in der VII. Liga ObFZ KN 2023/24 spielt man in der VI. Liga Východ im westslowakischen Fußballverband ZsFZ. Bereits vor einem Jahrzehnt hatte man hier im slowakischen Cup einen Großverein zu Gast gehabt, In der dritten Runde gab es damals im September 2017 vor stolzen 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauern ein 1:8 gegen Spartak Trnava. In der heutigen Saison kam der Verein über Siege gegen die TJ Dynamo Nová Stráž / Örsújfalu SE in der Vorrunde und FK Kolárovo / Gútai FK in die dritte Runde des Bewerbs.
Die Ortschaft Svätý Peter (slowakisch) bzw. ungarisch Szentpéter im Südwesten der Slowakei war bis nach 1945 fast ausschließlich ungarisch bevölkert, danach wurden wie in anderen Orten ein Viertel der Einwohnerinnen und Einwohner zum Verlassen ihres Heimatdorfs Richtung Ungarn gezwungen und ihrerseits staatlich vertriebene Slowakinnen und Slowaken aus Ungarn, Rumänien und Jugoslawien angesiedelt, um einen slowakischen Einschlag zu bilden. Heute ist etwa 70% der Bevölkerung ungarisch und 30% slowakisch.
Die Sportanlage hat ein regionaltypisches Gebäude mit aufgesetztem Tribünenbereich im oberen Stock. Ebenerdig gibt es einen weiteren Vorbau. Mit ausreichend Platz und bester Verpflegung bot man hier einen gastfreundlichen Mittwochabend.
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