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Samstag, 30. Mai 2026

Dúbravka – Chorvátsky Grob 1:2 (1:1)

Slowakei, Bratislava, ObFZ Bratislava-mesto, VII. liga, 18. kolo, 30.5.2026
Štadión FK Dúbravka, 120

Meisterfeier mit Rauch und Feuer zu Füßen des Hügels Dúbravská Hlavica am Stadtrand von Bratislava. Nachdem man schon vorher als Meister feststand, gab es zum Abschluss der Saison beim FK Dubravka die Feierlichkeiten zum Titelgewinn. Samt eigens aufgebautem Grillstand mit wahlweise Cigánska von Huhn oder Schwein sowie Klobása und Getränkeversorgung. Im Match ging der Meister gleich in der zweiten Minute in Führung, die Gäste vom OŠK Chorvátsky Grob glichen aber nach wenigen Minuten aus und gewannen mit ihrem Siegestor kurz vor dem Ende das Spiel. Die von den Burgenlandkroaten in Österreich bekannte kroatische Ansiedlungswelle im 16.Jh. reichte bis hierher. Die Gemeinde Chorvátsky Grob (kroatisch Hrvatski Grob, deutsch Kroatisch-Eisgrub, ungarisch Horvátgurab) war noch bis Anfang des 20.Jh. kroatisch dominiert, was im Zuge des slowakischen Bevölkerungswachstums aber verschwunden ist. Die Tradition zeigt sich u.a. im kroatischen Schachbrettmuster auf den Dressen.
Die nach dem tschechoslowakischen Wolfshund vlčák benannte Fangruppe Vlčák Pressburg unterstützt den FK Dubravka. Das Wetter war an diesem Samstag wechselhaft. Als ein kurzer Regenschauer niederging, zogen sie flink blaue und rote Regenponchos in den Vereinsfarben über und boten damit auch gleich ein gutes Bild. Nach Schlusspfiff feierten sie die Mannschaft nicht nur mit Bengalen und Blinkern sondern auch einer imposanten rot-blauen Rauch-Wand.
Der FK Dúbravka wurde 1949 als Slovan Dúbravka im 1946 eingemeindeten Stadtbezirk Dúbravka der slowakischen Hauptstadt Bratislava gegründet, der zuvor ein eigenständiges Dorf gewesen war (früher auch deutsch Kaltenbrunn und ungarisch Pozsonyhidegkút genannt). 1985 fusionierte Slovan Dúbravka mit der TJ BAZ Bratislava der Automobilfabrik BAZ (Bratislavské automobilové závody) zur TJ BAZ Dúbravka. 1991 trat die Fußballsektion daraus wieder aus und bildete als FK Dúbravka wieder einen eigenständigen Verein. Die größten Erfolge waren die Saisonen 1990/91 bis 1992/93 in der 2. slovenská národní fotbalová Liga, der dritthöchsten tschechoslowakischen und zweithöchsten slowakischen Spielklasse innerhalb der Tschechoslowakei, sowie drittklassige Saisonen in der unabhängigen Slowakei 1994/95, 1997/98 bis 1999/2000. Nach Saisonen ohne Kampfmannschafts-Spielbetrieb 2020/21 bis 2024/25, stieg man 2025/26 wieder in der untersten VII. liga des Oblastný futbalový zväz Bratislava-mesto ein und gewann diese gleich auf Anhieb.
Die in die Jahre gekommene Sportanlage wurde 2016 und 2017 erneuert. Das alte Klubhaus wurde abgerissen und ein neues Gebäude errichtet, kleine Stahlrohrtribünen aufgestellt und am Spielfeld ein Kunstrasenteppich verlegt.

Montag, 15. Oktober 2012

ŠKP Dúbravka - Inter Bratislava 1:2 (1:1)

Slowakei, Majstrovstvá regiónu Bratislava, 10. kolo, 14.10.2012
Štadión ŠKP Dúbravka (Štadión Hradná), 150

Eine starke kämpferische Leistung bot die gegen den Abstieg spielende Heimmannschaft aus Dúbravka, während das neugegründete Inter Bratislava als Serienaufsteiger auch heuer den Durchmarsch durch die Liga anpeilt. Die Gäste gehen zwar bald in Führung und spielten zunächst gegen zehn (Foul ohne Ball) und am Schluß sogar gegen nur mehr neun (Notbremse) Gegenspieler. Doch die Heimischen schaffen unmittelbar nach dem ersten Ausschluß in Minute 45 den Ausgleich und hätten auch in der zweiten Halbzeit ein Tor verdient gehabt. Ein spannendes Match.
Für die Inter-Fans war es nach Jahren auf Vorstadt- und Dorfplätzen ein Gastspiel in einem richtigen Stadion. Der Heimverein ist allerdings weniger mit Fans gesegnet. Gut zwei Drittel des Stadionpublikums war im Lager von Inter.
Der Športovní klub policie (ŠKP) im nordwestlichen Stadtteil Dúbravka der slowakischen Hauptstadt Bratislava wurde 1946 als Polizeisportverein unter dem Namen Telovýchovný klub národnej bezpečnosti Bratislavagegründet. 1953 wurde der Verein als Červená hviezda („Roter Stern“) in die erste tschechoslowakische Liga gesetzt und gewann als 1959 die tschechoslowakische Meisterschaft. 1962 fusionierte der Kampfmannschaftsbetrieb mit Inter, während der Polizeiverein in den unteren Ligen weitermachte. Nach Jahren des Pendelns zwischen zweiter und dritter slowakischer Liga spielt man seit 2009 in der vierten Liga. Nach dem Fall des Kommunismus wurde der Name Červená hviezda Bratislava in Športovní klub policie geändert.
Der größte Vereinserfolg, der Meistertitel von 1959, wird aufgrund der gemeinsamen Geschichte von beiden Vereinen für sich beansprucht. Um die Verwirrung noch etwas zu steigern benannte sich der Heimverein 2009 offiziell in ŠKP Inter Dúbravka um.
Der zwischenzeitlich verwendete Stadionname Štadión Hradná bezieht sich auf die nahe Burgruine Devín, zwischen 1997 und 2003 hatte sich der Verein auch ŠKP Devín genannt. Das Stadion umfaßt 10.500 Plätze und war damit das drittgrößte Stadion der Stadt, nach dem − heute leerstehenden − Štadión Tehelné Pole, dem Štadión Pasienky und noch vor dem − nunmehr abgerissenen (schade!) − Štadión za Starým mostom in Petržalka. In Dúbravka steht (wie einst in Petržalka) ein reines Fußballstadion. Hier gibt es eine große Haupttribüne und auf drei Seiten Stehplatzstufen. Bemerkenswert, das hinter den Toren nicht etwa Netze gespannt sind, sondern ein (bereits löchriger) Maschendrahtzaun die Sicht veritabel einschränkt. Mit etwas stärkerem Besuch, könnte das ein richtig atmosphärisches Fußballstadion sein, doch üblicherweise verlieren sich hier derzeit höchstens 100 Leute zu den Spielen.
Am Nachmittag ging es von der Vorstadt Bratislavas in einen Vorort, zum Spiel in Devínska Nová Ves.