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Freitag, 9. Oktober 2026

Amstetten – Blau-Weiß Linz 1:1 (0:1)

2. Liga, 8. Runde, 9.10.2026
Stadion Amstetten, 2.500

Im ausverkauften Amstettner Stadion war der Tabellenführer FC Blau-Weiß Linz zu Gast. Die Mannschaft des SKU Amstetten hielt sich gut und erst gegen Ende der ersten Hälfte konnte Blau-Weiß in Führung gehen. Nach der Pause zeigten sich die Amstettner ebenbürtig, hatten Chancen und schafften eine Viertelstunde vor Schluss den Ausgleich. Letzte Chancen gingen nicht hinein und so blieb es beim Remis. Blau-Weiß Linz gab erst zum zweiten Mal in dieser Saison Punkte ab.
„Auf geht's Voestler schießt ein Tor“ lautete die Aufforderung in der Choreographie der Linzer Pyromanen zu Spielbeginn. Dazu zeigten sie Bilder wichtiger Torschützen der Vereinsgeschichte: Harald Leitner (FC Blau-Weiß Linz 1997 bis 2004), Sepp Stering (SK VÖEST Linz 1972 bis 1975), Gerald Haider (SK VÖEST Linz 1978 bis 1988), Willy Kreuz (SK VÖEST Linz 1978 bis 1982), Friedrich Soukup (Fünffachtorschütze bei einem 6:5-Cupsieg gegen Sturm Graz 1960). Der Block machte sehr gut Stimmung. Bereits ebenso stimmungsvoll war man im Corteo vom Amstettner Bahnhof vor dem Spiel zum Stadion gezogen.
Mit Spruchbändern schickten Pyromanen und Banda Genesungswünsche für einen Freund von den Stuttgarter Kickers. Sie waren an diesem Freitagabend ebenso präsent wie die Freunde von Jahn Regensburg.
800 Leute waren im erweiterten Gästesektor, der sich vom Ecksektor bis zur Mitte der Längsseitentribüne zog. Insgesamt wird gut die Hälfte des Stadionpublikums für Blau-Weiß gewesen sein.
Der SKU Amstetten hält sich weiter am guten vierten Tabellenplatz.

Freitag, 7. August 2026

Blau-Weiß Linz – Wacker Innsbruck 3:0 (2:0)

2. Liga. 2. Runde, 7.8.2026
Donauparkstadion, 5.500

Absteiger gegen Aufsteiger. Beide ehemalige österreichische Meister (wenngleich beide mit Brüchen in der Vereinsgeschichte). Beide Vereine mit Ambition, in die Bundesliga zurückzukehren. Ein Zweitliga-Schlagerspiel am Freitagabend. Gegen Ende der ersten Hälfte ging Blau-Weiß in Führung und Wacker Innsbruck hatte eine Ausgleichschance, stattdessen fiel das 2:0 der Marke Tor des Monats. Die Linzer zeigten sich als bessere Mannschaft und gewannen verdient.
Vor dem Spiel wurde der für Linz als Industriestandort unabschätzbare Bedeutung darstellende und für die Vereinsgeschichte des einstigen Werksvereins SK VÖEST Linz, in dessen Tradition der FC Blau-Weiß Linz steht, prägende Konzern voestalpine als Sponsor für die Frauen und den Nachwuchsbereich präsentiert. Entsprechende Freude herrschte im Stadion und es ertönten „Hier regiert der SKV!“ oder „VÖEST Linz!“
„Nur der SKV“ schrieben Linzer Pyromanen und Linzer Blauhelme in der Choreographie zum ersten Heimspiel der neuen Saison nach dem Bundesligaabstieg mit Zetteln über die Tribüne. „Egal in wöcha Liga, weil Unbeugsame geben nie auf!“ hieß es dazu vorne. Mit „Unsere Heimat ist die Stahlstadt, unser Klub VÖEST Linz“ startete man hier lautstark und motiviert in die Partie. „Getragen von grenzenloser Unbeugsamkeit“ war wie gewohnt die Devise, die am Banner des Stahlstadt Kollektivs an der Tribüne steht.
Noch vor dem Spiel gab es eine Gedenkminute und ein Spruchband der Linzer Stahlfront für einen ihrer Verstorbenen. Gefolgt von „Einmal VÖESTler, immer VÖESTler!“-Sprechchören. In Minute 35 gratulierte ein Pyromanen-Spruchband der 1991 gegründeten Linzer Stahlfront zu ihrem 35-jährigen Jubiläum. „Linzer Stahlfront!“ rief dazu der Fanblock. Ein katalanisches Spruchband „Gràcia es el teu Barri, Nou Sardenya es el teu estadi! Retourneu Europa a casa sena!“ („Gràcia ist dein Viertel, Nou Sardenya ist dein Stadion! Bringt Europa wieder ins richtige Zuhause!“) der Pyromanen galt der Stadionfrage von CE Europa in Barcelona, wohin sie einen guten Kontakt pflegen. Zu Gast waren an diesem Abend die Regensburger Freunde. Vor dem Spiel gratulierten der Verein und Spruchbänder im Fanblock Ferdinand Milanovich, Spieler der Meistermannschaft von 1973/74, zum 80. Geburtstag.
Die Tivoli Nord betrat eine Viertelstunde vor Spielbeginn unter „Scheiß auf Linz!“-Rufen den Sektor, in dem bereits wacker unser. die Choreographie vorbereitet hatte. Ein großes „wacker unser.“ stand vorn über die ganze Höhe des Zauns. Im mit zweimal schwarz-grün-rot-grünen Bändern überspannten Sektor wurde vorne der bekannte Steinschleuderer hochgezogen, der sich mit seinen Beinen lässig auf den Zaun setzte. Dahinter erleuchtete es hell. „Von den grün-schwarzen Bergen kommen wir!“ sangen sie laut einen Klassikern aus alten Zeiten, der nun nach ihrer Rückkehr wieder im bundesweiten Fußball erklingt.
Mit Spruchbändern konfrontierten die Innsbrucker die Blau-Weißen mit Schmähungen zur Graffititätigkeit „Am Tivoli die Hall Of Fame beschmiert / Habts in Linz koan Platz mehr griag?“ (in Anspielung auf die Präsenz des Stadtrivalen in Linz) und mit von Unterland kommentierten Ereignissen auf der Straße „Daheim in Überzahl kassieren / wann wollt's euch wieder blamieren? UL 1913“.
Mit zwei 3:0-Siegen ist Blau-Weiß Linz perfekt in die Meisterschaft gestartet. Für Wacker Innsbruck verlief der Ligaauftakt mit einem 5:0-Sieg und einer 3:0-Niederlage abwechslungsreicher. Eine erneut interessante und spannende Saison der Liga Zwa scheint jedenfalls garantiert.