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Mittwoch, 13. Juli 2022
Münzkirchen – Andorf 0:4 (0:4)
Innviertler Cup, 2. Runde, 13.7.2022
Waldstadion Münzkirchen, 227
Eine klare Angelegenheit für den FC Andorf aus der fünftklassigen Landesliga West war das Spiel der zweiten Runde des Innviertler Cups gegen den frisch in die siebtklassige oberösterreichischen 1. Klasse Nordwest abgestiegenen FC Münzkirchen. Der Klassenunterschied war zu sehen und das Match bereits zur Pause entschieden.
Der seit 1959 stattfindende Innviertler Cup wird nach der Verschiebung 2021 heuer zum 32. Mal ausgetragen.
Der FC Münzkirchen wurde 1949 gegründet. Die größten Erfolge des Vereins der aus 15 Ortschaften bestehenden Gemeinde Münzkirchen im oberösterreichischen Innviertel waren die Meistertitel der 1. Klasse Nordwest 1971/72, 1995/96 und 2007/08 mit den darauffolgenden Saisonen in der Bezirksliga West 1972/73 bis 1982/83, 1996/97 bis 2006/07 und 2008/09 bis 2021/22. 2014 verpasste man als Tabellenzweiter den Landesliga-West-Aufstieg in der Relegation gegen Rohrbach/Berg. Seit 2013 spielt das Frauenteam FC Münzkirchen Ladies in der oberösterreichischen Frauenklasse, ab der neuen Saison 2022/23 in Spielgemeinschaft mit dem SV Taufkirchen/Pram.
Das Waldstadion wurde 1975 eröffnet. In den Jahren 1980 und 1981 wurde die Tribüne errichtet, die zu diesem Innviertler Cupspiel sehr gut besucht war. Demnächst stehen an der Anlage Sanierungsarbeiten an. Seinen Namen trägt das Waldstadion aufgrund der Landschaft des Sauwalds, einer plateauartigen Erhebung der böhmischen Masse südlich der Donau, deren Name sich nicht von Wildschweinen sondern vom älteren Namen Passauer Wald ableitet. Münzkirchen wird auch „die Hauptstadt des Sauwalds“ genannt.
Dienstag, 26. Oktober 2021
Esternberg – Andorf 0:1 (0:0)
Oberösterreich, Landesliga West, 3. Runde, 26.10.2021
Heinz-Ertl-Stadion, 390
Die Union Esternberg verliert das Derby gegen den FC Andorf mit einem Elfmeter zehn Minuten vor Schluss. Das Match war ebenso ausgeglichen wie chancenarm. Jede Seite hatte eine gute Chance. Das gut besuchte Schärdinger Bezirksderby zwischen Esternberg und Andorf, welchem dem Augenschein nach eher 500 als 400 Leute beiwohnten, war ein Nachtragsspiel gewesen, nachdem der ursprüngliche Termin witterungsbedingt abgesagt hatte werden müssen.
Die Fanatics Andorf (FA) sorgten für mit reichlich Pyro für Stimmung und zeigten eine Choreographie „Die Nummer 1 im Bezirk!“ zu Spielbeginn. Dazu gab es auch Spruchbänder, Doppelhalter und Fahnen zu sehen. Vor einiger Zeit hatten die Esternberger noch aktiven Support von den VichtenVeilchen – nach Eigendefinition damals „das Dynamo Dresden des Innviertels“, worauf auch ein Andorfer Spruchband anspielte. Es war eines der letzten Spiele der Fanatics Andorf, denn mit Ende der Herbstsaison werden sie ihre Aktivitäten auf Eis legen. „Wir sind der Auffassung, dass wir den Zenit, was in Andorf möglich ist, erreicht haben. Wir merken, dass es mittlerweile nicht mehr so gut geht. Nein, es fehlt uns nicht einmal an der Lust sondern eher an der Zeit und den Mitgliedern. (...) Wir möchten gehen am besten Moment und nicht später in Stille.“ verlautbarten sie Ende September in einem Kommuniqué dazu.
Die Union Esternberg wurde 1952 als Sportverein Esternberg (SVE) gegründet. Mit der Saison 1955/56 begann man den Spielbetrieb im OÖFV. 1988/89 bis 1993/94 spielte Esternberg schon einmal als Landesligist drittklassig, bis 1994 die Regionalliga Mitte eingeführt wurde und man in der nun viertklassigen Landesliga weiterspielte. 1995/96 wurde man Meister der oberösterreichischen Landesliga und stieg in die Regionalliga Mitte auf, in der man 1996/97 eine Saison spielte. Nach zwei weiteren Saisonen in der Landesliga (seit 2003 Oberösterreich-Liga benannt) spielt Esternberg nunmehr seit 1999/2000 in der fünftklassigen (2.) Landesliga West. 1996/97 gewann Esternberg den OÖFV-Landescup sowie 1987/87, 1988/89, 1996/97, 2006/07 und 2008/09 bislang fünfmal den Innviertler Fußball-Cup.
Im ÖFB-Cup waren hier schon einige Kaliber zu Gast: 1989 Voest Linz (0:4 vor 1.800 Zuschauerinnen und Zuschauern), 1992 die Austria Salzburg (0:2 vor 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauern) und 1993 konnte der LASK vor 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauern mit 5:3 aus dem Cup geworfen werden.
Das Heinz-Ertl-Stadion wurde nach dem 2014 verstorbenen Gründungsmitglied und langjährigen Funktionär Heinz Ertl benannt. Schön anzusehen ist die in den Hang gebaute überdachte Tribüne.
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