Samstag, 17. Januar 2026
Betis Florida – Montesinos 1:1 (1:1)
Spanien, Primera FFCV, grup 4, jornada 15, 17.1.2026
Campo Florida Babel, ca. 60
Samstagabendspiel in Florida, einem Stadtteil von Alicante. Betis ging nach 22 Minuten in Führung, den Gäste des CD Montesinos aus der Gemeinde Los Montesinos (katalanisch/valencianisch Els Montesins) gelang aber in der Schlussminute der ersten Spielhälfte der Ausgleich. Nach der Pause hatte Betis Florida mit einem Elfmeter die beste Chance zur erneuten Führung, er wurde aber vergeben. So blieb es beim Unentschieden in diesem Spiel der siebtklassigen Liga Primera FFCV des Regionalverbands Federació de Futbol de la Comunitat Valenciana (spanisch Federación de Fútbol de la Comunidad Valenciana).
Der CD Betis Florida wurde 1928 gegründet. Florida ist ein Stadtviertel im Süden der Stadt Alicante (katalanisch/valencianisch Alacant) und Betis hier seit bald einem Jahrhundert ein verwurzelter klassischer Stadtteilverein.
Der Sportplatz Campo Florida Babel besitzt eine offene Tribüne mit Stufen, wobei Teile davon durch Ballfangnetze für die fix installierten Tore für Kleinfeldspiele sichtbehindert sind. Das innerstädtische Kunstrasenspielfeld ist gut genutzt. Unmittelbar nach diesem Spiel machten sich hier auch schon die Mannschaften für die nächste Partie bereit.
Hércules de Alicante – Sevilla Atlético 0:0
Spanien, Primera Federación, grupo 2, jornada 20, 17.1.2026
Estadio José Rico Pérez, 6.875
Pfiffe gab es von den Rängen des beeindruckenden Stadions nach dem torlosen Remis. Mittelfeldgeplänkel und nicht zu Ende gespielte Torchancen prägten die Partie. Hércules dominierte. Der Sevilla Atlético Club, die zweite Mannschaft des FC Sevilla, kam zu wenig Möglichkeiten. Der Schiedsrichter ging mehrmals zur VAR-Kontrolle an den Fernseher hinaus, was das Spiel verzögerte.
Vorige Woche hatte ich Hércules de Alicante auswärts im Derby bei Real Murcia beim größtmöglichem Spiel der Saison gesehen, bei dem auch hier das Stadion gut gefüllt ist. Auch gegen die Zweitvertretung des FC Sevilla gab es einen guten Besuch, wenngleich sich das Publikum im großen Stadion verteilt. Die 2008 gegründete Curva Sur Hércules steht im Eck der Nordtribüne (!) und supportete dort ordentlich, nachdem man sich zu Beginn noch etwas Zeit gelassen hat. Politisch ist man rechtsextrem ausgerichtet, zeigte dies aber nicht auffällig nach außen hin.
Der Hércules Club de Fútbol wurde 1922 in der Stadt Alicante gegründet. Einen Vorläuferverein gab es als Hércules Foot-ball Club bereits seit 1914. 1935 stieg Hércules erstmals in die Primera División auf. Am längsten hielt man sich acht Saisonen von 1974 bis 1982 durchgehend in der obersten Liga, ansonsten blieben es meist kurze Gastspiele. Zuletzt spielte man 1996/97 und 2010/11 für jeweils ein Jahr erstklassig. 2021/22 bis 2023/24 war Hércules nur mehr viertklassig, ist seit 2024/25 aber wieder in der drittklassigen Primera Federación. Zumeist spielte der Verein in der Segunda División (44 Saisonen), 20 Saisonen waren es insgesamt in der Primera División.
Der Wiener Peter Artner, Ex-Austrianer der u.a. bei Admira Wacker und der Salzburger Austria gespielt hatte, spielte hier 1996/97 in der Primera División.
Das Estadio José Rico Pérez wurde 1974 eröffnet und hat heute eine zugelassene Kapazität von 24.704 Plätzen. Es wurde nach dem damaligen Präsidenten des Hércules CF benannt. Im damals 33.500 Plätze umfassenden Stadion fanden bei der WM 1982 zwei Gruppenspiele und das Spiel um den 3. Platz statt. Achtmal trug die spanischen Nationalmannschaft hier auch Länderspiele aus, zuletzt 2015 gegen England. In einer Finanzkrise des Vereins ging das Stadion 1994 gegen eine Schuldentilgung in den Besitz der Stadt über, 2007 übernahm es der Klub wieder in sein Eigentum. Im oberen Rang der Gegentribüne wird jedes Jahr mit Sitzschalen das laufende Jahr geschrieben, sodass jetzt 1922 – 2026 steht.
Der Wiener Peter Artner, Ex-Austrianer der u.a. bei Admira Wacker und der Salzburger Austria gespielt hatte, spielte hier 1996/97 in der Primera División.
Das Estadio José Rico Pérez wurde 1974 eröffnet und hat heute eine zugelassene Kapazität von 24.704 Plätzen. Es wurde nach dem damaligen Präsidenten des Hércules CF benannt. Im damals 33.500 Plätze umfassenden Stadion fanden bei der WM 1982 zwei Gruppenspiele und das Spiel um den 3. Platz statt. Achtmal trug die spanischen Nationalmannschaft hier auch Länderspiele aus, zuletzt 2015 gegen England. In einer Finanzkrise des Vereins ging das Stadion 1994 gegen eine Schuldentilgung in den Besitz der Stadt über, 2007 übernahm es der Klub wieder in sein Eigentum. Im oberen Rang der Gegentribüne wird jedes Jahr mit Sitzschalen das laufende Jahr geschrieben, sodass jetzt 1922 – 2026 steht.
Freitag, 16. Januar 2026
Castellón – Leganés 2:0 (1:0)
Spanien, Segunda División, jornada 22, 16.1.2026
Nou Castalia, 10.612
CD Castellón gewinnt in der spanischen Segunda División und mischt um den Aufstieg in die Primera División mit, wo der Verein zuletzt vor einem Vierteljahrhundert gespielt hatte. Die Albinegros („Weißschwarzen“) spielten ein starkes Match und gingen nach einer halben Stunde in Führung. Das vermeintliche 2:0 gab der Schiedsrichter wegen Abseits nicht und dabei blieb es auch nach minutenlangen Wartens auf die VAR-Kontrolle. Das 2:0 fiel so erst am Schluss aus einem Elfmeter. Dennoch ein verdientes Ergebnis für den CD Castellón, wie der Verein weiter in der spanischen Sprachvariante heißt, auch wenn die Stadt selbst seit 2019 allein katalanisch/valencianisch Castelló heißt und die Stadtverwaltung auch katalanisch/valencianisch Estadi Castalia an das Stadion angebracht hat.
Spanischer Nationalismus ist auch die Ausrichtung der Fondo 1922 benannten Kurve um die 1987 gegründeten Frente Orellut, die als politisch aktive rechtsextreme Gruppe auch schon bei diversen außerfußballerischen gewalttätigen Überfällen und Aktionen gegen antifaschistische Einrichtungen etc. auffällig wurden. Im Stadion supporteten sie im unteren Rang der Südtribüne durchgängig, mit Einsatz von Fahnen und Schals. Spanische Fahnen waren zu sehen. Als einziges politisches Statement darüber hinaus war die sportpolitische Botschaft „No al fútbol entre semana“ („Nein zum Fußball unter der Woche“) gegen den Freitagsspieltermin. Gegenüber auf der anderen Seite auf der Nordtribüne waren seit 2005 die politisch gegensätzlich ausgerichteten, linken Barricada Albinegra aktiv. Auch wenn es einmal einen Gesang mit Überkopfklatschen von einer Gruppe dort gab, war von ihnen aber nichts zu sehen.
Der Club Deportivo Castellón wurde 1922 gegründet, indem sich der seit 1919 bestehende Cervantes Fútbol Club zuerst in Castellón Club de Fútbol und kurz darauf in Club Deportivo Castellón umbenannte. 1930 sperrte der Verband nach Vorfällen in einem Spiel gegen Real Oviedo die damalige Spielstätte Sequiol für drei Monate und schrieb ein Ausweichen in das Mestalla nach Valencia vor. Das lehnte man ab, woraufhin der Verein aus dem Fußballverband ausgeschlossen wurde und 1934/35 und 1935/36 keinen Spielbetrieb hatte. Erst Jahre später begann man nach Kriegsende 1939 erneut. Die größten Erfolge waren die Saisonen in der Primera División 1941/42 bis 1946/47, 1972/73 und 1973/74, 1981/82 sowie 1989/90 und 1990/91, wobei man in der Saison 1942/43 lange um den Meistertitel mitspielte und mit dem schlussendlichen vierten Tabellenplatz die beste Erstligaplatzierung der Vereinsgeschichte erreichte. Am nähesten dran an einem nationalen Titel war der CD Castellón im spanische Cupfinale 1972/73, damals nach dem noch herrschenden faschistischen Diktator Franco noch Copa del Generalísimo genannt. Im Estadio Vicente Calderón in Madrid unterlag der Verein vor 64.200 Zuschauerinnen und Zuschauern dem Athletic Club aus Bilbao 2:0. Nach Zwangsabstieg aufgrund nichtbezahlter Schulden hatte CD Castellón zuletzt 2011/12 bis 2017/18 in der damals viertklassigen Tercera División gespielt, wechselte dann zwischen Dritt-und Zweitklassigkeit und spielt nunmehr seit 2024/25 die zweite Saison in Folge in der Segunda División.
Das Stadion Nou Castalia (spanisch) bzw. valencianisch/katalanisch Nou Castàlia wurde 1987 eröffnet Es ersetzte, wie der Name verrät, das 1946 bis 1987 bespielte alte Castalia. Verbindung wischen altem und neuem Stadio ist der 42 Meter hohe Maratonturm, der im alten Stadion hinter einer Kurve stand und sich im gedrehten neuen Stadion hinter der Haupttribüne befindet. Architektonisches Vorbild des Neubaus war das Mini Estadi von Barcelona. Bei der Eröffnung gab es hier 14.700 Plätze. 1989/90 erweiterte man auf 18.000 Plätze, verringerte die Kapazität durch Sitzplatzeinbauten auf Stehplatzrängen 1996 wieder auf 12.500 Plätze und erhöhte sie 2005 durch Spielfeldabsenkung wiederum auf 15.000 Sitzplätze.
Der Kreisverkehr Rotonda de la Afició del CD Castellón unweit des Stadions hat als Gestaltung inmitten eine Figurengruppe an Fans.
Vor dem Spiel habe ich die Stadt Castelló de la Plana besichtigt.
Vor dem Spiel habe ich die Stadt Castelló de la Plana besichtigt.
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