Freitag, 5. Juni 2009

11 Freunde, 91


Rezension


11 Freunde
Magazin für Fußball-Kultur
Nr.91, Juni 2009
114 S.






Zum Umgang von Fußballprofis mit Schmerzmitteln schreibt Tim Jürgens u.a. über das deutsche Didulica-Vorbild (hinsichtlich versuchten Mordes am Gegenspieler) Toni Schumacher: "1974 erlitt er in einer Partie gegen Eintracht Braunschweig am Mittwochabend einen Kreuzbandriss. Nach dem Match pausierte er zwei Tage, ließ sich das Blut aus dem Knie pumpen, das Kreuzband rausnehmen - und lief am Samstag wieder auf. Schumacher sagt: 'Ich hatte mein Leben lang Schmerzen, auch heute noch. Mir tun die Finger weh, die Gelenke. Aber das gehört beim Fußballer dazu.' Auf den Konsum von Schmerzmitteln hat in seiner Ära kein Spieler geachtet. Heute reagiert Schumacher auf einige der früheren Tabletten allergisch, manche erzielen selbst bei höherer Dosierung keine Wirkung mehr. Der 76-fache Nationalspieler war zur aktiven Zeit gnadenlos übermedikamentiert: 'Im Spaß sage ich immer: Wenn ich mal sterbe, könnt ihr auf meinem Grab keine Blumen pflanzen, denn die wachsen nicht. Da müsst ihr Plastikblumen nehmen.'"
Heute ist die medizinische Betreuung im Profisport etwas weiter, wie beschrieben wird. Trotzdem: Bei der Lektüre des Artikels hab' ich mir einfach immer nur gedacht: Das muß doch so was von wehtun! Schmerzmittel hin oder her. Gut, daß ich nie Talent und Ansporn hatte und mir das erspart blieb.

Sonst gibt's noch Nettes über den schottischen Nationalmannschaftsanhang, die Tartan Army, und Ronald Rengs Portrait des Menschen Lionel Messi.

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