Dienstag, 7. März 2017

Leone Verde, 19



Rezension


Leone Verde
Fanzine der Green Lions Rapid
19. Ausgabe
Februar 2017
68 S.





„Meister! Das war zumindest die Zielsetzung vor der Saison. Mittlerweile kann man das getrost vergessen.“ beginnt das Fanzine ohne Umschweife. Es ist sportlich ein Jahr zum Vergessen für den SK Rapid. Im Heft liest man im Rückblick über den Einzug in das neue Weststadion und lässt den Herbst 2016 fantechnisch Revue passieren. Die Entstehung der drei Choreos der Lions des Herbsts wird dazu im Making of beschrieben.

„Sekt schlürfen ist nicht schwer, am Platz zu sitzen scheinbar sehr!“ lautete ein Lions-Spruchband, das in einem Spiel im Herbst anklagend gegen die während der Halbzeiten oft spärlich besetzte Haupttribüne im Weststadion gerichtet war. „Kommerz ist nicht gleich Kommerz.“ schreiben die Lions in einem ein Grundsatzthema behandelnden Text: Was unterscheidet Rapids Kommerzialisierung mit VIP-Tribünenseite, Plastikgeld etc. von einem Kommerzverein wie Red Bull? Der Artikel arbeitet dazu zwei Argumente heraus: Einerseits die vereinsinterne Mitsprache und das Ernstnehmen von Fananliegen durch den Verein. „Hier trennen uns sprichwörtlich Welten von Red Bull und vergleichbaren Konstrukten und dieser, manchmal unsichtbare bzw. unterbewusste Umstand ist es, der uns weiter an unseren Verein glauben lässt und ihn auch heute noch liebenswert macht.“ Andererseits ist es der Umgang des Vereins mit seiner Geschichte, der einen Unterschied macht. Die Schlussfolgerung der Lions: „Folglich sind die Grundfesten des Vereins zu bewahren und die Mitsprache von Fans sowie engagierten Mitgliedern aufrechtzuerhalten. Dann sind die Wahnsinnigkeiten des Sport-Kapitalismus zumindest halbwegs verkraftbar und wir Fans und Ultras können uns auch künftig noch in den Spiegel schauen.“

Weitere Themen im Heft sind diverse Aktivitäten, Feiern, Turniere, Besuche etc.

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