Mittwoch, 13. Mai 2009

Ballesterer 42


Rezension


Ballesterer fm
Nr. 42, Mai 2009
66 S.







Nach dem letzten 11 Freunde mit der schönen Demütigung von Bayern München im CL-Finale 1999 auch noch der Ballesterer mit Bayern-Schwerpunkt. Das ist schon ein bisserl viel. Natürlich kann man auch über sie wie über jeden Verein objektiv, aus Fanperspektive, geschichtlich, kulturell und interessant berichten und das geschieht hier auch. Dennoch mag ich sie einfach nicht, was sich auf die emotionale Rezeption des Hefts niederschlägt.

Ganz nett die Geschichte über Sturms Selbststilisierung zum Kultverein und ein Interview mit Psycherl Naumoski ("Ich komme zum ersten Training, er [Ehmann, Anm.] sagt: 'Trag das Tor!' Wenn Bazina oder Tokić das sagt, okay, Respekt. Aber so? Ich sage: 'Kannst es selber tragen, oder deine Mutter soll es tragen, du Volltrottel.'").
Liebenswert ist Klaus Federmairs Portrait des Punkrockpoeten und Stadionsprechers von Brighton and Hove Albion, Attila the Stockbroker. Eigentlich ist's ja weniger ein Portrait als ein Artikel über den Besuch bei diesem "Revoluzzer in der Sprecherkabine":
"In den letzten eineinhalb Jahrzehnten erlebte er mit seinem Verein eine Insolvenz, die Übernahme durch einen Geschäftsmann, der das Stadion verkaufte und den Klub absiedelte, sowie einen weiteren Beinahebankrott. Nichts davon nahm John/Attila tatenlos hin. Dass der Verein noch existiert und wieder in Brighton spielt, verdankt er nicht zuletzt dem streitbaren Mann mit dem Mikro."
(siehe über ihn auch Gerd Dembowski in seinem Buch)

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