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Donnerstag, 22. Januar 2026

Ferencváros – Panathinaikos 1:1 (0:0)

Europa League, Liga, 7. Runde, 22.1.2026
Ferencváros Stadion, 17.879
-2°C

Im Europacupspiel im kühlen Budapest trennten sich der Ferencvárosi TC und Παναθηναϊκός unentschieden 1:1. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte ein Elfmeter Fradi in Führung, aber Panathinaikos konnte wenige Minuten vor Schluss mit einem schönen Schuss ausgleichen.
Ein aus Rapid-Sicht besonderes Spiel mit Rapid-Fanszene auf beiden Seiten. Ein Block der Tornados Rapid mit Umfeld stand bei den Green Monsters im B-Közép und Ultras Rapid sowie SAF waren bei Θύρα 13 bzw. Gate 13, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum begehen, im Gästesektor. Monsters und Gate 13 haben schon lange ein gutes Verhältnis und verbrachten am Spieltag auch Zeit miteinander. Daher war es ohne jegliche Rivalität für Rapid möglich, in dieser historisch erstmaligen Aufstellung auf beiden Seiten bei den Freunden präsent zu sein.
„Kämpfen!“ war die Devise, die auf dem großen Vorhang in der Choreographie im B-Közép zu Beginn stand. Nach dem Herunterlassen des Vorhangs erschien in den grünen und weißen Zetteln eine weitere Botschaft „És bízva bízzál“, die an das Selbstvertrauen appellierte. Die Green Monsters bezogen sich dabei mit kulturellem Zitat auf ungarische Literatur. Die Passagen „Küzdj“ und „És bizva bizzál!“ kommen aus einem Gedicht des ungarischen Dichters Imre Madách aus dem Jahr 1862 (Az ember tragédiája, „Die Tragödie des Menschen“) und dessen Zeile Mondottam, ember: küzdj és bízva bízzál! („Ich sagte, Mensch: Kämpfe und vertraue“).
Der Gästeblock war mit rund tausend Plätzen schnell ausverkauft gewesen. Auf der Haupttribüne nebenan stand ein weiterer Block an PAO-Leuten und auch rund zwei Dutzend waren auf der Hintertortribüne nebenan. Ein offizielles Erweitern des Gästebereichs hatten die ungarischen Behörden verhindert. Der ungarische Staat mobilisierte auch wie bei einem Risikospiel eine hohe Mannschaftszahl an Einsatzkräfte, die martialisch bereit standen und natürlich rein gar nichts zu tun hatten. Zu Spielbeginn zeigte Gate 13 ein Meer von grünen und weißen Fahnen.
Beide Seiten supporteten in ihren unterschiedlichen Stilen.
In Griechenland war PAO zuletzt 2009/10 Meister, aber haben seither 2013/14, 2021/22 und 2023/24 immerhin den Cup gewonnen. Der ungarische Serienmeister Ferencváros, die zuletzt 2017/18 nicht Meister führt zwar aktuell nicht die ungarische Liga an, aber das gab es auch in der Vergangenheit und dann gewannen sie am Ende doch die Meisterschaft.

Donnerstag, 29. August 2024

Rapid – Braga 2:2 (1:0)

Europa League, Play-off (4. Qualifikationsrunde), Rückspiel, 29.8.2024
Weststadion, 21.400

Unglückliche zwei Minuten mit zwei Gegentoren kosten Rapid den Einzug in die Europa League Liga. Stattdessen spielen wir eine Etage tiefer in der Conference League Liga (ich stottere nicht, sondern das ist der neue Modus, den sich die UEFA für heuer einfallen hat lassen). Mit einem frühen Tor (Eigentor der Gäste) egalisierten wir das 2:1 aus dem Hinspiel in Braga, hatten also im Gegensatz zu voriger Woche einen bestmöglichen Start. Danach hatte Braga schon mehr vom Spiel und gegen Ende der ersten Hälfte hatten wir bei einem Stangentreffer auch Glück. Die zweite Hälfte begann ebenfalls mit einem Rapid-Tor und dann einer sehr guten Phase. Sie wurde durch die angesprochenen zwei Minuten gestoppt. Zwanzig Minuten vor dem Ende stellte Braga per Elfmeter den 2:1-Gleichstand wieder her und ging zwei Minuten darauf mit dem 2:2 in Führung. Rapid spielte weiter und hatte Chancen, aber es blieb dabei. Knapp ausgeschieden gegen eine bessere Mannschaft, die wir in Reichweite brachten.
„Mit dem Weststadion im Rücken zum Sieg / gemeinsam auf in die Europa League“ gab der Block West der Mannschaft schon nach dem Aufwärmen mit in die Kabine. Die „EUROPAPOKAL“-Fahnenchoreographie eröffnete das Spiel und einen wieder lautstarken Europacup-Support. An diesen Abenden spürt man das Prickeln im Weststadion.
Spärlich war die Präsenz im Gästesektor. Einen Auswärtsauftritt von Red Boys und Bracara Legion hatte ich zuletzt vor fünf Jahren in Bratislava gesehen, wo sie doch um eine Zehnerpotenz mehr gewesen und Pyro gezündet hatten. Zu hören waren sie damals auch gewesen. In Hütteldorf gingen sie unter.
Auffällig war, dass Trainer Klauß sich in den letzten Wochen bei jedem Spiel mehr mit dem jeweiligen Schiedsrichter zu beschäftigen schien. Heute sah er für seine Ansprache des Schiedsrichters nach Schlusspfiff Rot und wird Rapid daher zumindest im ersten Spiel der Conference League Liga nicht betreuen dürfen. Die Auslosung, welches Spiel er auf der Tribüne sehen wird, erfolgt Freitagnachmittag.