Dienstag, 28. April 2026

Wiener Sport-Club – Retz 2:1 (1:0)

Regionalliga Ost, 18. Runde, 28.4.2026
Sportclub-Platz, 1.854

Die gute alte Ostliga und nicht Champions League am Dienstag. Im Nachtragsspiel des Viertletzten gegen den Vorletzten der Tabelle ging der Wiener Sport-Club früh in Führung und erhöhte nach der Pause auf 2:0. Die Gäste vom SC Retz gaben sich aber nicht geschlagen sondern erzielten einen sehenswerten Anschlusstreffer zum 2:1. Am Ende gewannen die Dornbacher, die mit immer noch zwei Spielen weniger noch Perspektive für ein kleines Stück weiter oben in der Tabelle haben.
Nach der Eröffnung des umgebauten Stadions vor vollem Haus hat der Wiener Sport-Club nun im Ligaalltag zahlreiche Heimspiele vor sich, um im neuen Zuhause anzukommen und Heimvorteil zu entwickeln. „Heanois is ois“ erschallte es schon zu Spielbeginn von der Friedhofstribüne.

Rückspiegel 2




Rezension


Rückspiegel
Ausgabe 2
April 2026
116 S.








„Es gibt viel zu erzählen – wir haben viel zu erzählen.“ schreibt die SAF im Vorwort ihres zweiten Hefts. Es hätte schon im Winter da sein sollen, aber wie es eben kommt, wurde es umständehalber April 2026. Der Vorteil eines Hefts im Print ist aber, dass dies nichts ausmacht. Denn so etwas ist für Langfristigkeit da und nicht für den Augenblick. Fanzines haben einen Wert.

Seit dem ersten Heft vor sechs Jahren ist viel passiert. So wird hier auf die Zelebrierung des zehnjährigen Gruppenjubiläums 2022 und das Making-of der Choreographie eingegangen, auf Aufmerksamkeit erregende Aktivitäten zum 125-jährigen Jubiläum Rapids oder den Wechsel des Gruppenlogos vom Bus zum Strizzi 2024. Auf spezielle Europacup-Reiseabenteuer in Zeiten der Coronapandemie 2021 und 2022 sowie schönen Reisen 2023. Mit und für Rapid zu reisen ist dann doch immer das Allerbeste.

Groundhopping, große Fotostrecken von Graffiti und etwas zur Beziehung zu 1860 München gibt es weiters. Zu guter Letzt darf auch meine Person selbst in Form eines Interviews zu Wort kommen. Ein Jahrzehnt nach dem Interview bei den Tornados. Mich selbst will ich nicht in den Vordergrund stellen und präsentieren, sondern durch diesen Blog hier und meine Arbeit für den Fußball generell sprechen. Fanzines sind aber eine gute Plattform für die an Themen nachhaltig interessierte Zielgruppe abseits der großen Öffentlichkeit. Daher habe ich die Einladung der SAF gerne angenommen und freute mich, hier ein wenig über mich zu erzählen.


A5-Format / 4 € / nur szeneintern erhältlich

Sonntag, 26. April 2026

Rapid – Red Bull 1:0 (0:0)

Bundesliga, Oberes Play-off, 7. Runde, 26.4.2026
Weststadion, 24.166

Und dann kam Kara. Erneut der Mann für das spielentscheidende Tor. Zuvor gab es 87 Minuten lang ein dem Spiel entsprechendes 0:0 mit schwächerer Rapid in der ersten und besserer in der zweiten Hälfte. Nach Vorarbeit von Seidl und Demir konnte dann Ercan Kara treffen. Er erhielt verdienten Sonderapplaus.
Dem 130. Geburtstag von Pepi Uridil, einem der erfolgreichsten Stürmer der Rapid-Geschichte, aber Person mit dunkler Seite, widmete die SAF ihre umständehalber erst 2026 durchgeführte Choreographie. In den 1920er Jahren erzielte Uridil für Rapid Tore und wurde seinerzeit „Tank“ genannt – die damals aus dem Ersten Weltkrieg geläufige, aus der englischen Sprache übernommene Bezeichnung für einen Panzer. Er war der erste Popstar des Wiener Fußballs, der in Kinofilmen auftrat, Werbung für diverse Produkte machte und in einem Wienerlied von Hermann Leopoldi besungen wurde. Dieses wurde zum Einlauf der Mannschaften gespielt und das Schallplattencover war am Block West abgebildet. Mit kleinen Veränderungen des Originals. Mit Hervorhebung des Worts Spieler im Spruchband „Gewidmet dem Spieler des Jahrhundertteams“ wurde herausgestrichen, dass die Ehrung dem Sportler galt und nicht der Person Uridil, die als bereits vor deren Machtübernahme aktiver Nazi kritisch zu betrachten ist, auch wenn er die Mitgliedschaft wie viele andere später abstritt und ihm mutmaßlich der Prominentenbonus zur Amnestierung nach der Befreiung 1945 verhalf. Der Kontext wurde auch in einem Erklärungstext der SAF im Go West der UR erläutert. Spruchbänder gingen an Ferencváros, beglückwünschten Neugeborene und erinnerten an den dritten Todestag des Benco.
Drei Runden stehen noch an in diesem Play-off. Ob danach ein weiteres zu absolvieren ist, wird man sehen. Eine verrückte Saison, in der man gegen Hartberg untergeht, aber gegen die Dosen drei von vier Saisonspielen 1:0 gewinnt.