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Samstag, 11. Juli 2026

SSV Wurmannsquick – ETSV 09 Landshut 0:5 (0:1)

Deutschland, Bayern, Totopokal Niederbayern West, 1. Spieltag, 11.7.2026
Sportanlage Wurmannsquick, 50

Klares Ergebnis im niederbayerischen Totopokal-Erstrundenspiel zwischen dem SSV Wurmannsquick aus der A-Klasse Pfarrkirchen und dem Eisenbahner-Turn- und Sportverein 09 Landshut aus der A-Klasse Landshut. In der Begegnung der beiden Zehntligisten zeigten sich die Gäste als stärkere Mannschaft. Das Spiel stand im Zeichen des danach hier Samstag und Sonntag stattfindenden Sportplatzfests. Zelt und Verpflegungsstände waren bereits aufgebaut.
Der SSV Wurmannsquick wurde 1949 gegründet. 1950/51 begann man mit dem Meisterschaftsbetrieb, auch wenn der erste eigene Sportplatz erst 1951 fertiggestellt war und man bis dahin nur auswärts spielte. Nach dem Meistertitel der Kreisklasse Eggenfelden 2015/16 spielte der SSV Wurmannsquick 2016/17 bis 2021/22 in der Kreisliga Passau bzw. Kreisliga Isar/Rott achtklassig. Nach zwei Saisonen 2022/23 und 2023/24 in der Kreisklasse Pfarrkirchen ist man seit 2024/25 nunmehr wieder in der zehntklassigen A-Klasse.
Blickfang der Sportanlage ist die Böschung mit Holzsitzbankreihen. Wurmannsquick ist ein aus 93 Gemeindeteilen (Ortschaften) bestehender Markt in Niederbayern, in dem 3.400 Menschen leben. Das Vereinswappen des SSV Wurmannsquick zeigt ebenso wie seit 1477 das Gemeindewappen einen Lindwurm, wobei sich der Name Wurmannsquick gar nicht von einem Wurm ableitet, sondern als ursprünglich mittelhochdeutsch Purgmansgwike vom Personennamen Purgman und dem Wort gewicke (Wegscheide).

Mittwoch, 24. Juni 2026

Ortenburg – Neustift 3:0 (1:0)

Deutschland, Bayern, Toto-Pokal Niederbayern Ost, Vorrunde, Gruppe Ortenburg, Semifinale, 24.6.2026
Sportanlage Ortenburg, 100

Das erste Spiel der Saison 2026/27 im niederbayerischen Totopokal und Ortenburger Gemeindepokal. Der ASV Ortenburg, vorige Saison Tabellenzweiter der A-Klasse Pocking und in Relegationsspielen um den Aufstieg dem FC Fürstenzell unterlegen, gewann das erste Spiel gegen DJK-FC Neustift, die vorige Saison Tabellenelfter der A-Klasse Osterhofen waren, und steht damit am Samstag im Finale. Die zu dieser Saison neue Spielgemeinschaft aus den Neustiftern und DJK-SC Sandbach SG Neustift/Sandbach wird am Wochenende im Spiel um den dritten Platz antreten. Schon nach einer Viertelstunde stand es hier im Semifinale 1:0. Beim Stand von 2:0 hatten die Gäste mehrere Chancen auf einen Anschlusstreffer. Stattdessen fiel in Minute 85 noch das 3:0.
Schon voriges Jahr hatte ich früh in der Saison in Dorfbach ein Ortenburger Gemeindederby im Gemeindepokal-Finale im Rahmen der Vorrunde des Toto-Pokals Niederbayern Ost besucht. Auch dieses Jahr wieder spielen die vier Fußballvereine des aus 112 Gemeindeteilen (Ortschaften) bestehenden Markts Ortenburg im niederbayerischen Landkreis Passau untereinander in dieser Form in Semifinale und dem am Samstag folgenden Finale die Pokalvorrunde aus.
Der ASV Ortenburg wurde 1969 aus der Fusion zwischen dem 1893 gegründeten Turnverein Ortenburg aus evangelisch-deutschnationalem Milieu jener Zeit und dem 1931 gegründeten, aus römisch-katholischem Umfeld stammenden FC Ortenburg gebildet. Im Vereinswappen sind TV 1893 und FC 1931 beide angeführt. Der größte Erfolg des ASV Ortenburg war die Saison in der Bezirksliga Ost 1990/91.
Die Sportanlage in Vorderhainberg wurde 1982 nach fünfjährigen Bauarbeiten eröffnet. Das Gebäude hat man voriges Jahr saniert.
Vor dem Spiel habe ich Burg und Ort Ortenburg besichtigt.

Samstag, 2. Mai 2026

Schalding-Heining – Türkspor Augsburg 3:0 (0:0)

Deutschland, Bayern, Bayernliga Süd, 32. Spieltag, 2.5.2026
Städtische Sportanlage am Reuthinger Weg, 422

SV Schalding-Heining schaffte den Bayernliga-Klassenerhalt, während Türkspor Augsburg absteigen muss. Nach neun Spielen ohne Sieg konnte Schalding-Heining hier diesmal gewinnen. Dass dies für den Ligaverbleib bereits reicht, wusste man beim Spielende aufgrund späteren Spielbeginns auf anderem Platz noch nicht fix.
Die Anfeuerungsrufe „Auf geht's, Schoiding, auf geht's!“ blieben in der ersten Hälfte noch ohne Widerhall am Spielfeld, aber nach der Pause fiel bald das erste Tor und schließlich konnte der SV Schalding-Heining gegen die, die letzte halbe Stunde nach Rot wegen Beleidigung nur mehr zu zehnt spielenden, Gäste aus Augsburg 3:0 gewinnen. Da letztere etwas zu spät kamen, verzögerte sich der Anpfiff um eine Viertelstunde. Dafür waren die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer dann schon da, um der Verabschiedung dreier verdienter Spieler durch den Verein anlässlich des letzten Heimspiels der Saison beizuwohnen. Der Spieler Christian „Jinx“ Brückl bekam neben dem Geschenk des Vereins auch ein Fanklub-Spruchband „Der Malle-Ultras-Fanclub wünscht unserem Jinx ein schönes letztes Spiel beim SV Schalding-Heining“.
Eingerahmt wurde das Fußballfest von rockigen Blasmusik-Tönen der Baierbuam And Friends mit „Skandal im Sperrbezirk“ etc.
Der SV Schalding-Heining wurde 1946 im damaligen Vorort der Stadt Passau und heutigen Stadtteil Schalding als SV Schalding gegründet. Anfang der 1950er Jahre wurde die Nachbarortschaft Heining mit aufgenommen und daraus wurde der SV Schalding-Heining. Von 1983 bis 1999 arbeitete sich der Verein von der untersten Spielklasse bis in die zweithöchste bayerische Amateurliga hinauf. 1997/98 gewann Schalding-Heining den bayerischen Toto-Pokal und konnte damit 1998/99 am DFB-Pokal teilnehmen. In der ersten Runde unterlag man darin vor 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Passauer Dreiflüssestadion der SpVgg Unterhaching aus der 2. Bundesliga knapp nur 0:1. 2009 stieg Schalding-Heining in die Bayernliga auf und schaffte 2013 den Aufstieg in die viertklassige Regionalliga Bayern. 2013/14 bis 2021/22 und nach einer Abstiegssaison und direktem Wiederaufstieg noch einmal 2023/24 spielte der Verein in der Regionalliga. Seither ist man wieder in der Bayernliga Süd.
Die Städtische Sportanlage am Reuthinger Weg wurde 2001 mit einem Gastspiel des TSV 1860 München als Neubau eröffnet, da der bisherige Sportplatz im Wohngebiet in Heining lag und man hier außerhalb am Reuthinger Weg mehr Platz hat. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga 2013 gab es Umbauten wie u.a. die Errichtung eines Gästesektors.