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Samstag, 8. August 2026

Ferencváros II – Dunaharaszti 2:0 (1:0)

Ungarn, NB III. Dél-nyugati coport, 3. forduló, 8.8.2026
FTC Népligeti Sportközpont, ca. 200

Bei Temperaturen weit über 30°C begann um 3 Uhr nachmittags das ungarische Drittligaspiel zwischen der zweiten Mannschaft des Ferencvárosi TC und dem Dunaharaszti MTK. Während die Zuschauerinnen und Zuschauer Schattenplätze suchten und durch das nebenanliegende Hotelgebäude, Bäume und die Tribünenüberdachung auch fanden, ging am erhitzten Spielfeld Fradi nach etwas mehr als zwanzig Minuten in Führung und gewann dann mit einem weiteren Tor in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte 2:0.
Das Sportzentrum FTC Népligeti Sportközpont, offiziell nach dem Energieunternehmen MVM benannt, bietet neben mehreren Fußballplätzen, Restaurant, Hotel, Fanshop und Vereinsinfrastruktur auch einige weitere Sportstätten der im Verein betriebenen anderen Sportarten am Rande der großen Parkanlage Népliget in Budapest. Gespielt wurde am Hauptfeld (Centerpálya), das auch Sárosi György-pálya benannt ist. Der 1993 verstorbene György Sárosi war Kapitän der Nationalmannschaft, die bei der WM 1938 Zweiter wurde, gewann von 1932 und 1941 fünf Meistertitel und fünf Cupsiege mit Ferencváros, war nach Flucht aus Ungarn ab 1948 in Italien als Trainer tätig und wurde dort 1951/52 italienischer Meister mit Juventus. Gegenüber auf der anderen Straßenseite stand einst das 2020 leider abgerissene Építők Stadion, wo sich nunmehr ein FTC Népligeti Sportközpont II. als zweite Sportanlage befindet.

Donnerstag, 22. Januar 2026

Ferencváros – Panathinaikos 1:1 (0:0)

Europa League, Liga, 7. Runde, 22.1.2026
Ferencváros Stadion, 17.879
-2°C

Im Europacupspiel im kühlen Budapest trennten sich der Ferencvárosi TC und Παναθηναϊκός unentschieden 1:1. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte ein Elfmeter Fradi in Führung, aber Panathinaikos konnte wenige Minuten vor Schluss mit einem schönen Schuss ausgleichen.
Ein aus Rapid-Sicht besonderes Spiel mit Rapid-Fanszene auf beiden Seiten. Ein Block der Tornados Rapid mit Umfeld stand bei den Green Monsters im B-Közép und Ultras Rapid sowie SAF waren bei Θύρα 13 bzw. Gate 13, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum begehen, im Gästesektor. Monsters und Gate 13 haben schon lange ein gutes Verhältnis und verbrachten am Spieltag auch Zeit miteinander. Daher war es ohne jegliche Rivalität für Rapid möglich, in dieser historisch erstmaligen Aufstellung auf beiden Seiten bei den Freunden präsent zu sein.
„Kämpfen!“ war die Devise, die auf dem großen Vorhang in der Choreographie im B-Közép zu Beginn stand. Nach dem Herunterlassen des Vorhangs erschien in den grünen und weißen Zetteln eine weitere Botschaft „És bízva bízzál“, die an das Selbstvertrauen appellierte. Die Green Monsters bezogen sich dabei mit kulturellem Zitat auf ungarische Literatur. Die Passagen „Küzdj“ und „És bizva bizzál!“ kommen aus einem Gedicht des ungarischen Dichters Imre Madách aus dem Jahr 1862 (Az ember tragédiája, „Die Tragödie des Menschen“) und dessen Zeile Mondottam, ember: küzdj és bízva bízzál! („Ich sagte, Mensch: Kämpfe und vertraue“).
Der Gästeblock war mit rund tausend Plätzen schnell ausverkauft gewesen. Auf der Haupttribüne nebenan stand ein weiterer Block an PAO-Leuten und auch rund zwei Dutzend waren auf der Hintertortribüne nebenan. Ein offizielles Erweitern des Gästebereichs hatten die ungarischen Behörden verhindert. Der ungarische Staat mobilisierte auch wie bei einem Risikospiel eine hohe Mannschaftszahl an Einsatzkräfte, die martialisch bereit standen und natürlich rein gar nichts zu tun hatten. Zu Spielbeginn zeigte Gate 13 ein Meer von grünen und weißen Fahnen.
Beide Seiten supporteten in ihren unterschiedlichen Stilen.
In Griechenland war PAO zuletzt 2009/10 Meister, aber haben seither 2013/14, 2021/22 und 2023/24 immerhin den Cup gewonnen. Der ungarische Serienmeister Ferencváros, die zuletzt 2017/18 nicht Meister führt zwar aktuell nicht die ungarische Liga an, aber das gab es auch in der Vergangenheit und dann gewannen sie am Ende doch die Meisterschaft.