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Samstag, 8. Januar 2022
Sporting CP B – Torreense 1:0 (1:0)
Portugal, Terceira Liga, Série B, jornada 14, 8.1.2022
Estádio Aurélio Pereira, ca. 200
Die zweite Mannschaft des Sporting Clube de Portugal dominierte das Spiel gegen den Sport Clube União Torreense aus Torres Vedras etwa vierzig Kilometer nördlich von Lissabon. Ein frühes Tor nach sieben Minuten reichte zum Sieg. Beim 1:0 blieb es, auch wenn sich beide Mannschaften bis zum Ende ein engagiertes Match lieferten.
Das Estádio Aurélio Pereira wurde 2002 als Teil der um 17 Mio. € errichteten Academia Sporting in der östlich von Lissabon liegenden Kleinstadt Alcochete eröffnet. Das Hauptstadion mit seiner Längsseitentribüne mit 1.180 Sitzplätzen ist nach Vereinslegende Aurélio Pereira, einem langen Scouting- und Nachwuchschef benannt. In einer Ehrung ihres ehemaligen Spielers benannte Sporting die Akademie im September 2020 Academia Cristiano Ronaldo.
Die Jugendmannschaften und die zweite Mannschaft spielen hier und die Kampfmannschaft trainiert am Gelände. Aufsehen erregte 2018 ein Angriff von fünfzig Anhängern aus der Juventude Leonina auf ein Vorbereitungstraining ihrer Mannschaft für das portugiesische Cupfinale. Es herrschte damals Aufregung um schwache Leistungen und der Sporting-Präsident selbst kritisierte führende Spieler in Facebook-Postings öffentlich dafür. Die Angreifer attackierten und prügelten einige Spieler und Betreuer am Akademiegelände und verwüsteten die Kabine. Es folgten polizeiliche Ermittlungen und ein Gerichtsverfahren, das mit 9 unbedingten Haftstrafen, 28 Bewährungsstrafen, vier Geldstrafen und drei Freisprüchen endete. Die Verwicklung des Vereinspräsidenten in die Angelegenheit wurde gemutmaßt, auch von betroffenen Spielern, aber nicht bewiesen.
Vor dem Spiel wurde ein wenig in Lissabon spaziert.
Dienstag, 31. Januar 2012
Sporting CP - Beira-Mar 2:0 (2:0)
Portugal, Primeira Liga, Jornada nº17, 29.1.2012
Estádio José Alvalade XXI, 38.405
Eine klare Sache. Sporting hat das Spiel von Beginn an im Griff und gewinnt schnörkellos. Die besten Möglichkeiten der Gäste vom Sport Clube Beira-Mar aus Aveiro waren ein allerdings bereits abgepfiffener Lattentreffer in der ersten Halbzeit und ein Stangenschuß nach der Pause.
Bemerkenswerter als das Spiel war die ausdifferenzierte Aufstellung der Sporting-Fankurven. Meine Eindrücke ohne Szenekenntnisse: Da gibt es auf der einen Seite die große Juventude Leonina (1976 gegründet) hinter einem Tor und daneben abgesondert im Eck die Brigada Sporting (2004). Auf der gegenüberliegenden Tribüne gibt es im größeren Eckbereich Torcida Verde (1984) und Directivo Ultras XXI (2002). Gesungen wurde verschieden, in jeder Hälfte gab es aber einen Wechselgesang. Unterschiede waren jeweils in der Frage von Dauergesang (Torcida ja, andere nein), Vorsängern und dem Einsatz optischer Mittel wahrzunehmen. Richtig stimmungsvoll wird es aufgrund dieser Aufspaltung nie. Die Gästefans waren zwar aktiv, hatten aber akustisch keine Chance.
Als Rapidler verbindet man mit Sporting vor allem den heroischen Aufstieg gegen sie am Weg zum Europacupfinale 1995/96 (0:2 und 4:0 in der Verlängerung). 2004 gab es ein erneutes Aufeinandertreffen im UEFA-Cup, aber leider kein Da capo.
Sporting Clube de Portugal wurde 1906 gegründet und ist gemeinsam mit dem Stadtrivalen Benfica und dem FC Porto einer der drei großen portugiesischen Vereine. 18 mal wurde Sporting CP Meister (zuletzt 2002) und 15 mal Cupsieger (zuletzt 2008). 1964 wurde auf europäischer Ebene der Cup der Cupsieger im Finale gegen MTK aus Budapest gewonnen.
Das Estádio José Alvalade XXI wurde für die EM 2004 neu errichtet, unmittelbar neben dem 1956 eröffneten und 2003 abgerissenen alten Estádio José Alvalade, eine Schüssel für 75.000. Anstelle des alten Stadions neben dem Neubau befindet sich heute schlicht ein Parkplatz. Als Erinnerung an die Vergangenheit wurde an die Fassade ein altes Stadiontor mit den Geburts- und Sterbedaten des alten Stadions angebracht.
Das neue Stadion hat eine Kapazität von 50.076 Plätzen und ist sehr bunt gestaltet. Sowohl im Innenraum als auch an der Außenfassade ist alles grün/gelb/grau gescheckt. Bei der EM 2004 fanden hier drei Gruppenspiele, ein Viertel- und ein Semifinale statt. Größtes Spiel für Sporting im neuen Stadion war das UEFA-Cup-Finale 2005, das man im eigenen Stadion aber gegen CSKA Moskau verlor.
Zuvor war an diesem Tag noch ein Spiel von Belenenses besucht worden. In zwei Tagen in Lissabon wurde ausgiebig die Stadt besichtigt und auch beim außerhalb gelegenen alten Nationalstadion vorbeigeschaut.














Estádio José Alvalade XXI, 38.405
Eine klare Sache. Sporting hat das Spiel von Beginn an im Griff und gewinnt schnörkellos. Die besten Möglichkeiten der Gäste vom Sport Clube Beira-Mar aus Aveiro waren ein allerdings bereits abgepfiffener Lattentreffer in der ersten Halbzeit und ein Stangenschuß nach der Pause.
Bemerkenswerter als das Spiel war die ausdifferenzierte Aufstellung der Sporting-Fankurven. Meine Eindrücke ohne Szenekenntnisse: Da gibt es auf der einen Seite die große Juventude Leonina (1976 gegründet) hinter einem Tor und daneben abgesondert im Eck die Brigada Sporting (2004). Auf der gegenüberliegenden Tribüne gibt es im größeren Eckbereich Torcida Verde (1984) und Directivo Ultras XXI (2002). Gesungen wurde verschieden, in jeder Hälfte gab es aber einen Wechselgesang. Unterschiede waren jeweils in der Frage von Dauergesang (Torcida ja, andere nein), Vorsängern und dem Einsatz optischer Mittel wahrzunehmen. Richtig stimmungsvoll wird es aufgrund dieser Aufspaltung nie. Die Gästefans waren zwar aktiv, hatten aber akustisch keine Chance.
Als Rapidler verbindet man mit Sporting vor allem den heroischen Aufstieg gegen sie am Weg zum Europacupfinale 1995/96 (0:2 und 4:0 in der Verlängerung). 2004 gab es ein erneutes Aufeinandertreffen im UEFA-Cup, aber leider kein Da capo.
Sporting Clube de Portugal wurde 1906 gegründet und ist gemeinsam mit dem Stadtrivalen Benfica und dem FC Porto einer der drei großen portugiesischen Vereine. 18 mal wurde Sporting CP Meister (zuletzt 2002) und 15 mal Cupsieger (zuletzt 2008). 1964 wurde auf europäischer Ebene der Cup der Cupsieger im Finale gegen MTK aus Budapest gewonnen.
Das Estádio José Alvalade XXI wurde für die EM 2004 neu errichtet, unmittelbar neben dem 1956 eröffneten und 2003 abgerissenen alten Estádio José Alvalade, eine Schüssel für 75.000. Anstelle des alten Stadions neben dem Neubau befindet sich heute schlicht ein Parkplatz. Als Erinnerung an die Vergangenheit wurde an die Fassade ein altes Stadiontor mit den Geburts- und Sterbedaten des alten Stadions angebracht.
Das neue Stadion hat eine Kapazität von 50.076 Plätzen und ist sehr bunt gestaltet. Sowohl im Innenraum als auch an der Außenfassade ist alles grün/gelb/grau gescheckt. Bei der EM 2004 fanden hier drei Gruppenspiele, ein Viertel- und ein Semifinale statt. Größtes Spiel für Sporting im neuen Stadion war das UEFA-Cup-Finale 2005, das man im eigenen Stadion aber gegen CSKA Moskau verlor.
Zuvor war an diesem Tag noch ein Spiel von Belenenses besucht worden. In zwei Tagen in Lissabon wurde ausgiebig die Stadt besichtigt und auch beim außerhalb gelegenen alten Nationalstadion vorbeigeschaut.














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