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Mittwoch, 21. Februar 2018
Leone Verde, 21
Rezension
Leone Verde
Fanzine der Green Lions Rapid
21. Ausgabe
Februar 2018
76 S.
15 Jahre Green Lions Rapid stehen 2018 an: „15 Jahre gibt es unsere Gruppe also jetzt schon, wir haben insgesamt mehr Strafen gezahlt als Zweitligisten Budget haben, mehr gesoffen als wir bezahlt haben, aber auch mehr gekotzt als andere saufen können, manch Mitglied hatte länger Stadionverbot als andere zu Rapid gefahren sind, haben Vereinsverantwortliche, Spieler und Gruppen kommen und gehen gesehen, tiefe Rückschläge aber auch wunderschöne Glücksmomente erlebt, doch was am wichtigsten ist: Wir sind noch da!“
Eine interessante Umsetzung einer Gruppenpräsentation wird in Form eines Fragebogens verwirklicht, in dem 15 Mitglieder 15 Fragen beantworten. Eine charakteristische Antwort auf die Frage nach der leiwandsten Reise mit Rapid ist hier etwa „Hauptsache weit und Landweg“. Die tagelangen Reisen per Bus und Auto quer durch Europa zu Lande anstatt in der Luft sind hier legendär. In der Rubrik Nostalgiebericht gibt es in dieser Ausgabe etwa auch die Geschichte der Autofahrt nach Charkiw in der Ostukraine wiederzulesen.
Das Fanzine wurde gelungen optisch und inhaltlich überarbeitet und bietet jetzt einzelne Matchberichte anstatt einer summarischen Rückschau auf die vergangene Halbsaison mit Rapid. Auf der Homepage finden sich die aktuellen Berichte dagegen nicht mehr, sondern sind hier im Heft nachzulesen. Für Freundinnen und Freunde des Groundhopping hat das Leone Verde in vergangenen Zeiten einmal recht viel geboten, die Rückkehr von Hopping-Berichten in dieser Ausgabe ist daher sehr positiv zu vermerken. Weitere Themen im Heft sind Stadionverbote, Rechtshilfe, diverse Aktivitäten, Kloten und eine Betrachtung der Bedeutung Rapids für die sonst kargen Stadionsbesuchszahlen der österreichischen Bundesliga.
Dienstag, 20. Februar 2018
Leone Verde, 20
Rezension
Leone Verde
Fanzine der Green Lions Rapid
20. Ausgabe
Juli 2017
72 S.
Ein Nachtrag: Bereits im Sommer 2017 erschien die zwanzigste Ausgabe des Fanzines der Green Lions. Es wird eine Bilanz von einem Jahr im neuen Weststadion gezogen und in gewohnter Art und Weise in einem zusammenfassenden Text auf die Rapidspiele des Frühjahrs 2017 zurückgeblickt. Der Weg zum Cupfinale ragt heraus, sonst war es eine enttäuschende Halbsaison. In der Rubrik Making of geht es um die Entstehung und Durchführung der von den Lions gestalteten Choreographien beim Auswärtsderby im Februar und in St. Pölten im April.
Weiters gibt es im Heft u.a. ein Interview mit der SAF, einen Text der Rechtshilfe, einen Blick zu den Freunden beim EHC Kloten und einen längeren Bericht von einem sichtlich von vielen Eindrücken geprägten Besuch bei Panathinaikos in Athen. In einem Informationsteil werden die verschiedenen Sportsektonen von PAO aufgelistet. In der schönen abschließenden Rubrik Nostalgiebericht wird diesmal der Text vom Auswärtsspiel bei Juventus 2005 neu abgedruckt. Das waren noch Zeiten ...
Dienstag, 7. März 2017
Leone Verde, 19
Rezension
Leone Verde
Fanzine der Green Lions Rapid
19. Ausgabe
Februar 2017
68 S.
„Meister! Das war zumindest die Zielsetzung vor der Saison. Mittlerweile kann man das getrost vergessen.“ beginnt das Fanzine ohne Umschweife. Es ist sportlich ein Jahr zum Vergessen für den SK Rapid. Im Heft liest man im Rückblick über den Einzug in das neue Weststadion und lässt den Herbst 2016 fantechnisch Revue passieren. Die Entstehung der drei Choreos der Lions des Herbsts wird dazu im Making of beschrieben.
„Sekt schlürfen ist nicht schwer, am Platz zu sitzen scheinbar sehr!“ lautete ein Lions-Spruchband, das in einem Spiel im Herbst anklagend gegen die während der Halbzeiten oft spärlich besetzte Haupttribüne im Weststadion gerichtet war. „Kommerz ist nicht gleich Kommerz.“ schreiben die Lions in einem ein Grundsatzthema behandelnden Text: Was unterscheidet Rapids Kommerzialisierung mit VIP-Tribünenseite, Plastikgeld etc. von einem Kommerzverein wie Red Bull? Der Artikel arbeitet dazu zwei Argumente heraus: Einerseits die vereinsinterne Mitsprache und das Ernstnehmen von Fananliegen durch den Verein. „Hier trennen uns sprichwörtlich Welten von Red Bull und vergleichbaren Konstrukten und dieser, manchmal unsichtbare bzw. unterbewusste Umstand ist es, der uns weiter an unseren Verein glauben lässt und ihn auch heute noch liebenswert macht.“ Andererseits ist es der Umgang des Vereins mit seiner Geschichte, der einen Unterschied macht. Die Schlussfolgerung der Lions: „Folglich sind die Grundfesten des Vereins zu bewahren und die Mitsprache von Fans sowie engagierten Mitgliedern aufrechtzuerhalten. Dann sind die Wahnsinnigkeiten des Sport-Kapitalismus zumindest halbwegs verkraftbar und wir Fans und Ultras können uns auch künftig noch in den Spiegel schauen.“
Weitere Themen im Heft sind diverse Aktivitäten, Feiern, Turniere, Besuche etc.
Mittwoch, 3. August 2016
Leone Verde, 18
Rezension
Leone Verde
Fanzine der Green Lions Rapid
18. Ausgabe
Juli 2016
75 S.
Zum Einzug in das neue Weststadion fassen die Lions die Kritik daran und Verhandlungserfolge in der Ausgestaltung des Block West kurz zusammen und sehen das ganze vorsichtig positiv: „Klar ist aber auch, dass wir die Chancen, die das neue Stadion zweifellos bieten wird, ergreifen müssen.“
Die Frühjahrssaison mit Rapid wird wie mittlerweile gewohnt zusammenfassend beschrieben, dazu werden die Spruchbänder auf zwei Foto-Seiten in Erinnerung gebracht. Ein interessanter Heft-Teil sind hier die Interviews. So auch in dieser Ausgabe, in der Dominik über zwanzig Jahre Tornados erzählt und diverse Einschätzungen zur Fanszene von Rapid abgibt. Aufgrund des Aufwands, der dahinter steckt, immer wieder spannend zu lesen sind die Making-of-Berichte zu den Choreos, diesmal zu den Intros beim Herbstspiel in Ried sowie den Frühjahrsspielen in Grödig und Mattersburg.
Weiters gibt es im Heft diverse Berichte zu Festen und Freundschaftsbesuchen und − sehr zu begrüßen! − wieder einige Groundhoppingberichte. Der für das Heft charakteristische „Nostalgiebericht“, in dem ein alter Bericht aus vergangener Zeit neu abgedruckt wird, gilt diesmal dem Meister-Spiel 2008 gegen Altach.
Freitag, 4. März 2016
Leone Verde, 17
Rezension
Leone Verde
Fanzine der Green Lions Rapid
17. Ausgabe
Februar 2016
75 S.
Zu Beginn der Frühjahrssaison erschien das 17. Heft des Fanzines der Green Lions Rapid. Auch wenn 17 keine runde Zahl ist, wird dennoch ein Jubiläum gefeiert, denn das Heft gibt es seit nunmehr zehn Jahren. Daher blickt man zurück auf die Geschichte des Fanzines seit 2006. Ursprünglich gab es die seit 2004 geführten Homepageberichte wieder, zeitweise ließ es an viel Groundhopping teilhaben und mauserte sich im Lauf der Zeit. In so einer Rückschau können natürlich auch Gedanken zur seit über eineinhalb Jahrzehnten virulenten Frage „Printmedien gegen Internet“ nicht fehlen. Man sollte unterschiedliche Medien ergänzend und nicht einander ersetzend konsumieren. Die Schnelligkeit und Einfachheit des Zugangs zu Informationen und Fanfotos hat unbestreitbar große Vorteile, doch „so schnell wie die Bilder da sind, verschwinden sie auch wieder, zumindest aus unserem Gedächtnis“, schreiben die Lions. In Fanzines werden diese „verewigt“ und man kann auch den Kontext erfahren, während im Internet einzelne Bruchstücke aus dem Zusammenhang gerissen herumschwirren und der Materie Ultras − „der Komplexität unseres Lebensstils“ − nicht gerecht werden würden.
Das Heft beinhaltet einen Rückblick auf die Herbstsaison 2015 Rapids und wie zuletzt erhalten auch diesmal wieder Ultras, Lords und Tornados Platz. Neben den Lions lassen sie ihre Eindrücke des Europacup-Herbsts Revue passieren. In einem längeren Interview erzählt der langjährige und prägende ehemalige Capo von den letzten zwölf Jahren und findet auch offene Worte zu verschiedenen Themen, etwa den Fokus auf das fußballerische Geschehen nicht zu verlieren. „Man sollte schon die Geschichte des Vereins kennen und sich dessen bewusst sein, was man da eigentlich tut.“
Wie zu Beginn erwähnt gab es im Leone Verde in früheren Jahren recht viele Groundhoppingberichte. Zuletzt gab es das nicht mehr, doch in diesem Heft gibt es erfreulicherweise wieder einmal etwas aus fernen Landen abseits Rapids zu lesen: Ein Bericht aus Pisa. Der traditionelle „Nostalgiebericht“ lässt die Lions-Erlebnisse der Auswärtsreise zu Aston Villa 2010 wiederlesen.
Dienstag, 1. September 2015
Leone Verde, 16
Rezension
Leone Verde
Fanzine der Green Lions Rapid
16. Ausgabe
Juli 2015
75 S.
Das bereits 16. Heft im 12. Jahr der Green Lions Rapid bietet den gewohnten Rückblick auf die vergangene Saison 2014/15 aus Fansicht. Die beliebten Europacupreiseberichte waren in jenem Jahr notgedrungen spärlich, nur einmal konnte sich ihr „kranker Haufen, der sich Sektion Landweg nennt“ auf der Straße quer durch Europa aufmachen. Ein sehr interessanter Jahresrücklick ist die Zwischenbilanz zu einem Jahr Exil im Happel-Stadion von Lions, Ultras, Lords, Tornados und Stadionverbotlern. Es bieten sich in ihren jeweiligen Texten doch unterschiedliche Perspektiven (teils durch den Standort bedingt), wenngleich die Grundaussage gleich ist: Glücklich ist man im Prater nicht.
Weiters gibt es ein Interview mit den Gladiatori und Berichte über die Schweizer Eishockey-Freunde aus Kloten, Blicke hinter die Kulissen der Choreo-Produktion und von diversen fankulturellen Aktivitäten zu lesen. Auch wenn es im Berichtszeitraum des Hefts nur eine Europacupreise gab, erfreut dafür in der sehr schönen Rubrik „Nostalgiebericht“ das Wiederlesen des Berichts über ihre netto 52-stündige Busreise nach Albanien zum Spiel bei Vllaznia Shkodra 2009.
Freitag, 10. Oktober 2014
Leone Verde, 15
Rezension
Leone Verde
Fanzine der Green Lions Rapid
15. Ausgabe
September 2014
63 S.
Zum Standardrepertoire des Hefts gehört ein Rapid-Saisonrückblick 2013/14. Dazu gibt es Gedanken über Pro und Contra des neuen Stadions, unter jeweils vier Punkten wird bei Pro u.a. „Wirtschaftlich (vermutlich) mehr Einnahmen, was dem Verein sehr hilft, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren“ im Sinne der Vereinsperspektive genannt und als Contra u.a. eine fankulturelle Befürchtung durch die neue Stufe der Kommerzialisierung: „Wenn ein Stadion den Namen eines Geldgebers trägt, ist es realistisch, dass dieser keine kritischen Stimmen ,im eigenen Haus‘ gegen sich hören will. Eine Einschränkung der Meinungsfreiheit bis zur Mundtotmachung durch den Sponsor ist vermutlich die Folge. Ob die Fankultur in ihrer derzeitigen Form im neuen Stadion erwünscht ist, wird sich zeigen.“
Weiters gibt es eine Begründung zum neuen Standort der Gruppe im Ernst-Happel-Stadion, ein Interview zum 10-Jahres-Jubiläum der befreundeten Lords (sozusagen das Retourspiel zum entsprechenden Interview im Ostbote der Lords zum Dezennium der Lions), ein für Außenstehende immer interessantes Choreo-Making-of oder etwa über ihre Freundschaft zur Fanszene eines Schweizer Eishockeyvereins zu lesen. Auch das aktuelle Thema der strafrechtlichen Verfolgung durch Polizei und Justiz wird behandelt, etwa mit einem Interview mit einem Anwalt.
Das Heft präsentiert sich in der aktuellen Ausgabe optisch leicht verändert. Inhaltlich gibt es diesmal leider keine Groundhopping-Berichte mehr. Ein spannender Ersatz ist aber ein Interview mit jemandem aus der Szene des GAK, das ebenso wie manch Groundhoppingbericht Lust auf einen Spielbesuch macht. Diesfalls eben in den Niederungen des steirischen Fußballs. Über den Unterschied des neugegründeten Fanvereins GAK bzw. GAC zur Austria Salzburg: „Wir sind nicht wie die Austria Salzburg ein Kurvenprojekt. Ihnen wurde was genommen, wie haben es uns zerstören lassen oder es wurde uns zerstört. Auch ist die Konkurrenzsituation im Bundesland eine andere.“ Während sich ehemalige Funktionäre zur weiteren Vertuschung ihrer Machenschaften nach dem finalen Konkurs mit einem dubiosen Projekt in Gratkorn den Namen GAK vereinnahmen wollten, hatte es die Neugründung anfangs schwer in den Institutionen: „Man hat uns in der Stadt Graz mehr als deutlich mitgeteilt, dass ein Fanverein nicht erwünscht ist. ,Ein Verein in Graz ist genug.‘ Monatelang bekamen wir beim steirischen Fußballverband nicht einmal einen Termin und Kampagnen wurden gestartet, um unsere Aufnahme zu verhindern.“
Der erfolgreich über die Bühne gebrachte Tribünenbau zeigt, dass hier etwas weitergeht.
Freitag, 21. März 2014
Leone Verde, 14
Rezension
Leone Verde
Fanzine der Green Lions Rapid
14. Ausgabe
Dezember 2013
64 S.
Zum zehnjährigen Jubiläum der Green Lions Rapid gab es nicht nur eine große Jubiläumschoreo sondern es erschien auch eine weitere Ausgabe ihres Fanzines. Es gibt hier schöne Bilder der mehrteiligen Choreographie auf Titelblatt und Rückseite sowie einen Bericht zu deren Herstellung. Arbeitsaufwand, Zeitspanne der Arbeiten und Kosten solcher Aktionen beeindrucken einen außenstehenden Nicht-Ultra dann doch immer wieder.
Am interessantesten sind zu solchen Anlässen die Rückblicke auf die Fanclubgeschichte. So gibt es hier einen Artikel über die vergangenen zehn Jahre der ultraorientierten Gruppe aus Oberösterreich sowie einen „Nostalgiebericht“ aus dem Jahr 2005 vom entscheidenden Champions-League-Qualifikationsspiel bei Lok Moskau. Für die Zukunft ist man optimistisch: „Die zu erwartende ruhigere Zeit im Verein wird dazu führen, daß wir als Gruppe wieder kontinuierlich wachsen können.“
Dazu gibt es im Heft einen Rückblick auf die Saison 2012/13, geprägt vom Europacup im Herbst und Protesten im Frühjahr, oder eine Art Brainstorming zur Frage „Ultra ist für mich...“ mit u.a. der philosophischen Feststellung „die Antwort auf die Frage der Sinnhaftigkeit des Lebens.“ Ausführliche Darstellungen der Europacup-Reiseabenteuer der Lions sind ja zuletzt auch an anderer Stelle erschienen.
Zum Abschluß gibt es Groundhoppingberichte aus nah (Deutschland, Serbien) und fern (Argentinien).
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