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Freitag, 15. November 2024
Hirm – Unterfrauenhaid 1:2 (0:1)
Burgenland, 2. Klasse Mitte, 6. Runde, 15.11.2024
Alfred-Wiesinger-Sportanlage, 77
Im Nachtragsspiel am Freitagabend gewann der SC Unterfrauenhaid in Hirm und bleibt damit mit Respektabstand aber doch am Tabellenführer aus Neckenmarkt dran. Wiedereinsteiger Hirm hält sich mit 19 Punkten aus 14 Spielen gut entfernt vom Tabellenende und liegt am sechsten Platz der nur mehr acht Vereine umfassenden 2. Klasse Mitte. Der ASK Hirm oder ASKÖ Hirm ist schwarz-weiß, an diesem Abend spielte Hirm aber in rosa-schwarz und die Gäste in weiß.
Der ASK Hirm wurde 1924 als Sport- und Gesangsverein Hirm gegründet. Dieser Verein löste sich zwar 1926 aus, die Sportsektion machte aber weiter und daraus wurde der heutige Arbeiter Sportklub Hirm. Das brachte auch die weise Entscheidung eines Vereinsfarbenwechsels von violett-weiß auf schwarz-weiß. Die Ortschaft Hirm war damals von der 1850 errichteten Zuckerfabrik geprägt, in der bis zur Schließung 1941 viele Leute arbeiteten. Während ringsum die Landwirtschaft Haupterwerbszweig war, galt das um das Jahr 1900 hier nur für 20%, während 65% von Gewerbe und Industrie lebten. Die größten Hirmer Fußballerfolge waren die Meistertitel der II. Liga Mitte 1983/84, 1987/88 und 2005/06 mit den Saisonen in der Landesliga (heute Burgenlandliga) 1984/85, 1988/89 bis 2000/01 und 2006/07. In der letzten Saison 2023/24 pausierte der Verein ohne Kampfmannschafts-Spielbetrieb, obwohl man zuvor den zweiten Tabellenplatz in der 2. Klasse Mitte 2022/23 erreicht hatte. Während sich immer mehr Fußballvereine gänzlich auflösen, kehrte der ASK Hirm aber 2024/25 wieder zurück.
Die Alfred-Wiesinger-Sportanlage ist nach einem ehemaligen Obmann benannt.Der Sportplatz in der Arbeitergasse bietet eine ansprechende Tribüne und hat schon Regionalligaluft geschnuppert, da 2007/08 bis 2010/11 die SV Mattersburg-Amateure hier in der Regionalliga Ost spielten bevor die Mattersburger Fußballakademie fertiggestellt war. Zum Auftakt waren hier im ersten SVM-Heimspiel im Juli 2007 die Rapid-Amateure zu Gast gewesen und gewannen das Ostligaspiel mit u.a. Lukse, Harding, Palla, Tosun, Coşkun Kayhan oder Prokopič durch zwei Frank-Tore unter Trainer Reisinger 2:1.
Freitag, 12. November 2021
Deutschkreutz/Unterfrauenhaid II – Wiesen 2:1 (0:0)
Burgenland, 2. Klasse Mitte, 14. Runde, 12.11.2021
Weinbergstadion, 50
Am Freitagabend gewann Unterfrauenhaid – formal zweite Mannschaft des Burgenlandligisten FC Deutschkreutz – gegen den SC Wiesen. Die drei Tore fielen alle in der zweiten Hälfte. In der ersten Hälfte hatte es zwar einige Chancen gegeben, aber ein Tor gab es noch nicht zu sehen. Es war ein Nachtragsspiel, nachdem der ursprüngliche Termin am 26. Oktober wegen eines Coronainfektionsfalls abgesagt hatte werden müssen.
Der SC Unterfrauenhaid wurde 1963 gegründet. Fünftklassig spielte man 1966/67 bis 1968/69 in der II. Liga Süd und 1980/81 bis 1990/91 sowie 2007/08 bis 2012/13 in der II. Liga Mitte (davon 2011/12 und 2012/13 als zweite Mannschaft des SC Ritzing). Größter Erfolg war der burgenländische Cupsieg im BFV-Cup 2007/08. Im Finalturnier in Mönchhof gewann Unterfrauenhaid 2008 mit einem 2:1-Sieg im Semifinale gegen den UFC Jennersdorf und dann einem 5:2 im Elfmeterschießen nach 1:1 (1:0) im Finale gegen den SC Wiesfleck. Dadurch konnte man 2008/09 im ÖFB-Cup antreten. In der ersten ÖFB-Cup-Runde wurde der Regionalligist SKU Amstetten vor 150 Zuschauerinnen und Zuschauern mit einem aus einem Elfmeter resultierenden 1:0-Sieg aus dem Cup geworfen. In der zweiten Runde unterlag man dem Zweitligist FC Lustenau hier vor 252 Zuschauerinnen und Zuschauern knapp mit 1:2.
In der Saison 2011/12 und 2012/13 trat Unterfrauenhaid in einer Spielgemeinschaft mit dem damaligen Regionalligisten SC Ritzing an. 2020 fusionierte der SC Unterfrauenhaid mit dem FC Deutschkreutz nachdem zuvor angedachte Spielgemeinschaften mit dem ASK Stoob wie auch mit dem SV Lackenbach nicht zustandegekommen waren. Aus Spielermangel war Unterfrauenhaid aber nicht mehr imstande gewesen, eine Kampfmannschaft und eine Reserve eigenständig zu stellen. Durch die Fusion fungiert Unterfrauenhaid nunmehr als zweite Kampfmannschaft des gemeinsamen Vereins und spielt ansonsten weiter wie bisher hier in der 2. Klasse Mitte.
Der Weinbergstadion genannte Sportplatz verfügt zwar über keine Tribüne, liegt aber tatsächlich an einem Weinberg. Dieser war in der Dunkelheit des Novemberabends nicht zu sehen.
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