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Samstag, 15. März 2025
SV Seeboden – ATSV Wolfsberg 0:3 (0:2)
Kärnten, KFV-Cup, Viertelfinale, 15.3.2025
Sportarena Seeboden, 150
Cup-Viertelfinalstimmung in Kärnten. Der SV Seeboden, in dieser Saison nach zwei Saisonen in der 1. Klasse wieder in der fünftklassigen Unterliga West, empfing den eine Klasse höher spielenden ATSV Wolfsberg. Der Favorit aus der Kärntner Liga machte gleich zu Beginn die Stärkeverhältnisse deutlich, erzielte nach fünf Minuten das 0:1 und nach zehn Minuten das 0:2. In der zweiten Hälfte gab es bei beiden Mannschaften mehrere Wechsel und Seeboden konnte auch Akzente setzen. Den Schlusspunkt setzten aber die Wolfsberger mit dem 0:3.
Im KFV-Cup-Semifinale wird der ATSV Wolfsberg entweder auf den FC Lendorf treffen, den Sieger des Sonntagsspiels des Sonntagsspiels des SV Spittal/Drau gegen Atus Ferlach oder den Sieger des nachzuholenden Spiels zwischen ASKÖ Wölfnitz und VST Völkermarkt, das aufgrund des das Wochenende dominierenden Regenwetters leider abgesagt worden war. Vor dem Ankick erinnerte die Vizepräsidentin des Kärntner Fußballverbands Tamara Krammer in einer Ansprache an die Bedeutung des Bewerbs, da der Finalsieger sich nicht nur mit dem Titel schmücken kann sondern darüber hinaus auch die Qualifikation für den ÖFB-Cup erreicht.
„Hier regiert der SVS“ ertönte es trotzig aus der Seebodner Fanecke Ost als das Spiel schon nur mehr schwer zu gewinnen war. Hinter einem Transparent mit dem guten Spruch „wir san wer“ und unter farblich passendem Biermarken-Schirm hat sich eine Gruppe Seebodner Fans versammelt, die den Verein unterstützt. Zu Spielbeginn ließen sie in ihrer Ecke und auf dem Dach der Ersatzbank (!) zur Feier des Tages Rauch in den schönen Farben grün und weiß aufsteigen. Bemerkbar machten sie sich auch mit einer Hupen-Höllenmaschine, die unter ihnen am Spielfeldrand steht und mit einem Gitter gegen Beschuss durch Bälle gesichert ist. „Was im Herbst als laues Lüftel begann, wuchs im Frühjahr zu einem wahren ,Freudensturm‘ an. Die ,Fanecke Ost‘ mit ,Präse‘ Karl Jeglitsch, Tina Olsacher und ,Sirenenchef‘ Peter Fercher baute sich auf über 50 Personen aus. Zum Sillian-Spiel mietete man erstmalig einen Fanbus für 54 Fans, die unsere Mannschaft lautstark und mit grün-weißem ,Rauch‘ unterstützten. Auch auf der Tribüne hat JKI9 die Fanecke neu gestaltet.“ berichtete der SV Seeboden im Amtlichen Mitteilungsblatt der Marktgemeinde Seeboden am Millstätter See in der Ausgabe von August/September 2024 über die Entwicklung der Fanecke Ost. In der jüngsten Ausgabe vom Februar/März 2025 wird der Support ebenfalls nocheinmal hervorgehoben: „Einzigartig ist zudem die unermüdliche Unterstützung des SV Seeboden Fanklubs – ,Fanecke Ost‘, der jedes Spiel mit Fahnen, Hupe und grün-weißem Nebel begleitet und sowohl die Erste als auch die Nachwuchsmannschaften lautstark anfeuert.“
Der SV Seeboden wurde 1951 gegründet. Fußball gespielt wurde im Oberkärntner Seeboden aber auch schon zuvor. Aus dem Jahr 1943 ist das erste offizielle Fußballspiel zwischen Jugendlichen aus Lieserhofen und Seeboden bekannt. Aus diesen Jugendgruppen bildete man 1945 den FC Seeboden, der auch Mitglied des Kärntner Fußballverbands wurde. Sechs Jahre später wurde schließlich der heutige Sportverein gegründet. Nach ersten Jahrzehnten zwischen 1. Klasse und 2. Klasse stabilisierte sich der SV Seeboden ab 1989/90 in der 1. Klasse und schaffte es 2002 erstmals in die Unterliga, die zweithöchste Spielklasse im Kärntner Fußball. 2002/03 bis 2004/05, 2006/07, 2007/08, 2011/12 bis 2021/22 war Seeboden in der Unterliga West und ist dies jetzt 2024/25 auch wieder. Neben dem Fußballspiel gibt es im Verein auch noch Handball, Tischtennis, Rodeln und Skifahren.
Die Sportarena Seeboden wurde 2006 eröffnet. Zuvor waren die Sportplätze erst auf der heutigen Festwiese im Seezentrum und dann in Seebach gewesen, bevor man hier auf der Dobra außerhalb des Ortszentrums neu baute. Neben der Nutzung durch den Verein waren hier schon die Nationalmannschaft von Ghana sowie diverse internationale Vereine in Sommertrainingslager-Testspielen zu Gast. Davon tun die Aufschriften auf den Ersatzbänken wie Queens Park Rangers, Udinese, RSC Anderlecht, Austria Klagenfurt, Beşiktaş JK, Hansa Rostock, Sparta Prag, Pafos FC oder Dinamo Moskau kund.
Vor dem Spiel habe ich kurz Seeboden am Millstätter See besichtigt.
Mittwoch, 16. Juni 2021
ATSV Wolfsberg – Bleiburg 4:1 (1:1)
Kärnten, Kärntner Liga, 11. Runde, 16.6.2021
ATSV-Arena, 100
Im Nachtragsspiel der 11. Runde der Kärntner Liga gewann der ATSV Wolfsberg gegen den SVG Bleiburg. In der ersten Hälfte war das Spiel noch ausgeglichener und die Gäste waren kurz vor Pausenpfiff noch zum Ausgleich gekommen. Die Meisterschaft wurde in Kärnten wiederaufgenommen, um die aus dem Herbst noch ausständigen Matches auszutragen und die Hinrunde als Endtabelle der Saison 2020/21 werten zu können. Noch vor Anpfiff musste der Schiedsrichter am Feld schnell seine offenbar nicht funktionstüchtige Armbanduhr gegen jene eines Linienrichters austauschen. Nachdem auch diese Hürde gemeistert war, stand dem Fußball an diesem Mittwochabend nichts mehr im Weg.
Der Allgemeine Turn- und Sportverein Wolfsberg wurde 1921 als Arbeiter Turn- und Sportverein Wolfsberg in der Kärntner Stadt Wolfsberg gegründet und 1923 nach zwei Jahren sportlicher Betätigung zu einem offiziellen Verein gemacht. Hauptaktivität war in jener Zeit das Turnen, sowohl von Männern als auch Frauen. Die Wolfsbergerinnen und Wolfsberger nahmen 1931 auch an der Arbeiterolympiade in Wien teil, zu deren Anlass das Praterstadion gebaut wurde. Mit dem behördlichen Verbot aller sozialdemokratischen Vereine durch die austrofaschistische Diktatur wurde im Februar 1934 neben allen anderen auch der ATSV Wolfsberg aufgelöst und sein Eigentum vom Staat einkassiert. Nach der Befreiung 1945 wurde der Verein sofort wiedergegründet und begann 1946/47 in der 1. Klasse, der damals höchsten Spielklasse Kärntnens (heute Kärntner Liga), mit dem Fußball-Meisterschaftsbetrieb. Seit 1950 sind die Vereinsfarben gelb-rot. In der höchsten Spielklasse im Kärntner Fußballverband spielte der ATSV Wolfsberg 1946/47, 1948/49 bis 1955/56, 1960/61 bis 1964/65, 1966/67 bis 1976/77, 1980/81 bis 1982/83, 1987/88 bis 1999/2000, 2005/06 bis 2013/14, 2015/16 und spielt hier nun seit 2017/18. Man stieg dazwischen immer mal wieder ab, ist aber jedenfalls ein Traditionsverein der Kärntner Liga. Zweimal stieg der ATSV aus der Kärntner Liga auch in die Regionalliga Mitte auf, in der er 2014/15 und 2016/17 für jeweils eine Saison spielte.
In den letzten zehn Jahren gab es für den ATSV Wolfsberg gleich zwei ÖFB-Cup-Derbies gegen den groß gewordenen Nachbarn WAC. 2011 verlor der ATSV in der ersten Cup-Runde hier vor 1.423 Zuschauerinnen und Zuschauern nach 1:0-Führung noch 1:2. 2019 war das Zweitrunden-Spiel mit 0:6 vor beachtlichen 2.520 Zuschauerinnen und Zuschauern hier eine klarere Angelegenheit.
Der ATSV-Arena benannte Sportplatz besitzt eine 1951 bis 1953 errichtete sehr schöne Tribüne. 2001 bis 2003 sowie 2010 wurde sie saniert sowie zuletzt mit modernen roten Stadionsitzen ausgestattet.
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