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Samstag, 13. September 2014

Ortmann - Wiener Neudorf 0:2 (0:0)

Niederösterreich, Gebietsliga Süd/Südost, 5. Runde, 12.9.2014
Alpenstadion Ortmann, 200

Nach eher ereignisloser erster Spielhälte fielen nach der Pause doch noch Tore und Wiener Neudorf gewann das Match.
Der SC Ortmann wurde 1921 als Institutionalisierung eines zuvor losen Club der Angestellten der Papierfabrik Ortmann gegründet. Der Verein spielte im Arbeiterfußballverband VAFÖ und wurde nach dem Februar 1934 wie alle sozialdemokratischen Vereine vom austrofaschistischen Regime aufgelöst. Nach einem halben Jahr wurde der Verein als Betriebssportverein im damaligen Gewerkschaftsverband wiedergegründet. 1937 wechselte Ortmann in das ÖFB-Ligensystem. Die große Zeit des Werksvereins begann mit dem Aufstieg in die niederösterreichische Landesliga 1952, dem 1953 der Durchmarsch in die Staatsliga B folgte − Ortmann spielte in der zweithöchsten österreichischen Liga. Man stieg zwar zunächst gleich wieder ab, spielte aber weiter eine starke Rolle in der drittklassigen Landesliga und schaffte 1958 erneut den Aufstieg in die Staatsliga B. Nach deren Auflösung 1959 spielte Ortmann weiter bis 1963 in der neuen, zweitklassigen Regionalliga Ost. In den kommenden Jahrzehnten spielten man zunächst in der Landesliga und stieg dann hinunter ab bis man im Jahr 2000 nach 25 Jahren wieder die dann viertklassige Landesliga erreichte. Ortmann verblieb darin neun Jahre, bis es wieder abwärts ging.
Mit dem Alpenstadion wurde 1937 begonnen. Die Arbeiten wurden aber unterbrochen da der Finanzier, der Besitzer der Papierfabrik Hugo Bunzl, nach der Nazi-Machtübernahme 1938 flüchten mußte. Ein Teil seiner Familie wurde als Jüdinnen und Juden von den Nazis ermordet. 1940 wurde der Sportplatz dann mit einer damaligen Kapazität für 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauer eröffnet. Das Kabinengebäude wurde 1959 errichtet. Die Tribünen wurden 1987/88 renoviert und teilweise überdacht. 2004 wurde der zweite Stock der Kantine zugebaut.



























Freitag, 27. Juni 2014

Rapid - Universitatea Cluj 4:0 (2:0)

Testspiel, 26.7.2014
Franz-Fürst-Stadion Wiener Neudorf, 500

Ein ansprechendes Spiel, das mit vier sehr schönen Toren gekrönt wurde, zeigte Rapid im ersten Vorbereitungsspiel gegen einen ernstzunehmenden Gegner, dem rumänischen Erstligisten FC Universitatea Cluj − kurz nur U Cluj. Ein erfreulicher Fußballabend.
Der rumänische Verein wurde von einer Fangruppe mit hohem Durchschnittsalter unterstützt. Sie sangen mehrmals und präsentierten stolz ihre Schals. Unter ihren Liedern war passenderweise auch das Gaudeamus igitur. Die Fans von Universitatea heißen im übrigen Studenții.
Im Stadion der 1919 gegründeten 1. SV Wiener Neudorf, die von 1986 bis 1992 in der Regionalliga Ost gespielt hatte, war ich zuletzt im Frühjahr 2006 gewesen, als hier die Rapid-Amateure ihre Heimspiele bestritten hatten. Das Stadion in Sichtweite zur Südstadt wurde 1985 fertiggestellt. Es ist ebenso wie das angrenzende Freizeitzentrum nach einem jahrzehntelangen Bürgermeister von Wiener Neudorf benannt.

















































Sonntag, 22. Mai 2011

Leopoldsdorf - Wiener Neudorf 4:1 (2:0)

Niederösterreich, 2. Landesliga Ost, 22. Runde, 21.5.2011
Waldstadion Leopoldsdorf im Marchfeld, 200

Nach Anfangsschwierigkeiten tritt der Drittletzte SC Leopoldsdorf gegen den Mittelständler 1. SVg Wiener Neudorf beherzt auf und gewinnt verdient das Match.
Aus der Vereinschronik gehen bewegte außersportliche Anfangsjahre nach der Gründung 1921 hervor: Bereits 1926 wurde der Verein nach finanziellen Schwierigkeiten aufgelöst und neugegründet, bevor er dann 1927 aus politischen Gründen aufgelöst wurde. 1928 folgte die dritte Vereinsgründung und der Beitritt zum Arbeiterfußballverband VAFÖ, als dessen Mitglied der Verein dann nach dem Bürgerkrieg des Februar 1934 behördlich aufgelöst wurde, sämtliche Sportausrüstungen, Wimpeln, Pokale und Diplome wurden beschlagnahmt vermerkt die Vereinschronik. Es folgte eine weitere Neugründung, bevor mangels Spielern im Zweiten Weltkrieg der Spielbetrieb eingestellt werden mußte. Nach der Neugründung 1945 spielte man zumeist in der 1. Klasse.
Die Zuckerfabrik dominiert das Antlitz des Ortes stärker als der 1991 als Waldstadion eröffnete Sportplatz. Neben einer unterhaustypischen Haupttribüne gibt es auf der Gegenseite noch einen Lagerraum, dessen Überbau als moderne Sitzplatztribüne genutzt wird. Sehr schön ist die manuell bediente Anzeigetafel. Diese herrlichen alten Stücke sieht man heute leider viel zu selten.