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Donnerstag, 16. Juli 2020

Willendorf – Kottingbrunn Reserve 3:0 (2:0)

Testspiel, 16.7.2020
Sportplatz Willendorf, 20

In die Sommervorbereitung startete der SV Willendorf mit einem Sieg gegen die Reserve des ASK Kottingbrunn, der ich zufälligerweise auch schon vorige Woche zugeschaut hatte.
Der Willendorfer Wiederbeginn war alles andere als sicher gewesen und ein Ende des Vereins war vor der Tür gestanden, bis sich ein neuer Vorstand mit 1. Juli zur Fortführung bereit erklärt hatte.
Der SV Willendorf wurde 1963 in Willendorf am Steinfelde im niederösterreichischen Industrieviertel gegründet – nicht zu verwechseln mit dem wegen seiner Venus bekannten Willendorf in der Wachau. Größter Erfolg des Vereins ist der Meistertitel der 2. Klasse Wechsel 1978/79, in dessen Folge man 1979/80 bis 1981/82 in der 1. Klasse Süd spielte. 2002/03 bis 2008/09 spielte man in der 2. Klasse Steinfeld, doch nunmehr seit 2009/10 ist man wieder in der 2. Klasse Wechsel. Das Frauen-Team wurde 2017 gebildet und spielt in der Frauen-Gebietsliga Industrieviertel.
Der Willendorfer Sportplatz liegt an der Wiener Neustädter Straße außerhalb des Ortsgebiets. Er bietet eine schöne Sitzplatztribüne mit eigener Charakteristik.

Mittwoch, 8. Juli 2020

Günselsdorf – Kottingbrunn Reserve 5:2 (1:2)

Testspiel, 8.7.2020
Sportplatz Günselsdorf, ca. 50

Testspiel am Mittwochabend im niederösterreichischen Industrieviertel. Die Günselsdorfer aus der 2. Klasse Triestingtal gerieten gegen die Reserve des Landesligisten ASK Kottingbrunn zunächst in der ersten halben Stunde 0:2 in Rückstand, gewannen dann aber doch noch deutlich.
Der SC Günselsdorf wurde 1911 gegründet. Durch eine 1847 errichtete Baumwollspinnerei entstand hier Textilindustrie. Wie an anderen Orten brachten auch hier englische Fachleute und Ingenieure den Fußballsport mit. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg musste der Spielbetrieb eingestellt werden. Im Zweiten Weltkrieg verlor man auch den Sportplatz, der ein Teil des für die Kriegsführung ausgebauten Flugplatzes Vöslau der deutschen Luftwaffe wurde. Die Geschichte der Günselsdorfer Textilindustrie ging 1972 zu Ende. Im Jahrzehnt zuvor erlebte der Günselsdorfer Fußball noch seine beste Zeit: 1962/63 gewann der SC Günselsdorf die niederösterreichische Landesliga und stieg als Verein aus einem 800-Einwohnerinnen-und-Einwohner-Ort (halb so viel wie heute) in die damals zweitklassige Regionalliga Ost auf. In ihr verbrachte man 1963/64 eine Saison und stieg als Vorletzter wieder ab. Heute spielt man seit vielen Jahren in der 2. Klasse Triestingtal.
Der Sportplatz bietet eine überdachte Tribüne mit beachtlicher Vereinsaufschrift und seitlich davon etwas überwachsene Stufen, die von vergangenen größeren Zeiten künden. Blickfang der Sportanlage ist ein schönes Graffiti an einer Mauer. Trotz des künstlerischen Werts verursachte dies aber Nachbarschaftsprobleme, wie zu erfahren war. Eine weitere künstlerische Installation findet sich mit drei Schreibtruhen, die mit Vereinsfarben und Wappen von SK Rapid sowie FAK und SC Günselsdorf bemalt wurden. In besseren Zeiten blühen darin Pflanzen.