Posts mit dem Label Grafenschachen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Grafenschachen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 8. Juli 2023
Rapid – Polissya Zhytomyr 1:1 (1:0)
Testspiel, 8.7.2023
Stockwiesenstadion, ca. 1.000
Hochsommerfußballerisches Testspiel des SK Rapid gegen den ukrainischen Erstligisten FK Polissya Zhytomyr (ФК «Полісся» Житомир) in Grafenschachen. Es war kein übertrieben ereignisreiches Match in der südburgenländischen Hitze. In der ersten Hälfte ging Neuzugang Cvetković vorzeitig hinaus und Burgstaller erzielte nach Seidl-Vorarbeit ein Tor. Zur Pause wurde gewohntermaßen durchgetauscht, wobei Max Hofmann dabei war. Das 1:1 fiel aus einem Freistoß.
Der Vereinsname von Polissya Zhytomyr kommt von der heute teilweise in Polen, Belarus, der Ukraine und Russland liegenden historischen Landschaft Polesien (ukrainisch Полісся Polissja, polnisch Polesie, belarussisch Палессе Palesse, russisch Полесье Polessje). Während des laufenden russischen Kriegs gegen die Ukraine wurde die im Nordwesten der Ukraine liegende Stadt Zhytomyr (Житомир, Schytomyr) aus der Luft angegriffen und Wohnhäuser, ein Heizkraftwerk, eine Schule und zwei Spitäler bombardiert. Der 1959 gegründet und im Lauf der Jahrzehnte mehrmals umbenannte Fußballverein wurde 2005 nach Pleite aufgelöst, 2016 aber wiedergegründet, wurde 2022/23 Meister der zweiten Liga (Перша ліга, Persha liha, „erste Liga“) und spielt somit in der neuen Saison 2023/24 in der ersten Liga (Прем'єр-ліга, Premjer-liha).
Zuletzt hatte Rapid im Jänner 2023 im Wintertrainingslager gegen Dynamo Kyiv gegen einen ukrainischen Verein gespielt. Wie es zur Solidarität im Krieg beim Einlaufen der Mannschaften zu Spielen in der Ukraine derzeit üblich ist, lief die Mannschaft von Dynamo damals ebenso wie jene von Polissya diesmal mit ukrainischen Fahnen über den Schultern ein. Einige vor dem Krieg geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer hatten sich mit Fahnen am Sportplatz in Grafenschachen versammelt und machten anschließend ein gemeinsames Foto mit der Mannschaft.
Das Stockwiesenstadion des SC Grafenschachen habe ich erst vor wenigen Monaten in einem Meisterschaftsspiel im Oktober 2022 besucht. Damals war das neue Gebäude im September frisch in Betrieb genommen worden. Offiziell eröffnet wurde es im Mai 2023. Nachdem das Rapid-Gastspiel schon länger feststand, aber der Gegner noch einige Zeit offen geblieben war, stand sowohl am Plakat am Ortseingang als auch auf den Eintrittskarten schlicht Testspiel SK Rapid Wien.
Freitag, 14. Oktober 2022
Grafenschachen – Schlaining 2:2 (2:2)
Burgenland, II. Liga Süd, 13. Runde, 14.10.2022
Stockwiesenstadion, 250
Trotz schneller Führung kam Tabellenführer Grafenschachen gegen Tabellenschlusslicht ASKÖ Schlaining nicht über ein Remis hinaus. Bei den Gästen wirkt vielleicht der Trainereffekt des vor wenigen Wochen installierten Ex-Austrianers Joachim Parapatits. Zweimal glich Schlaining Grafenschachner Führungen aus und konnte sich über den siebten Punkt im 13. Spiel freuen. Vor den weiteren Spielen der Runde führt Grafenschachen die burgenländische II. Liga Süd aber weiter mit vier Verlustpunkten vor Edelserpentin an.
Der SC Grafenschachen wurde 1971 in der burgenländischen Ortschaft Grafenschachen gegründet. 1978 stieg man erstmals als Meister aus der 2. Klasse Süd A in die 1. Klasse Süd A auf und 1979 als Drittplatzierter dank Ligenreform (drei statt zwei II. Ligen) gleich weiter in die II. Liga Süd, in der man 1979/80 und 1980/81 spielte. Nach zwei Jahrzehnten in der 1. Klasse kehrte Grafenschachen 2002 in die II. Liga Süd zurück und spielte hier 2002/03 bis 2006/07. Nach einem halben Jahrzehnt in der 1. Klasse ging es 2012/13 und 2013/14 wieder für zwei Saisonen in die II. Liga Süd hinauf. Dann erfolgten erneute 1.-Klasse-Jahre und seit 2018/19 ist man nun wieder in der II. Liga Süd angekommen. Seit 2020/21 bildet Grafenschachen eine Spielgemeinschaft mit dem Burgenlandligisten SC Pinkafeld, wobei hier vereinbart wurde, dass die Zusammenarbeit nicht in den Vereinsnamen sichtbar ist.
Der Sportplatz wurde 1972 eröffnet. Das alte Klubhaus aus dem Jahr 1977 wurde zu Jahresbeginn 2022 abgerissen und der ansehnliche Neubau mit 108 Sitzplätzen im Vorbau errichtet. Während der Sanierung der Anlage spielte man zuletzt in Pinkafeld und konnte Anfang September nach Abschluss der Arbeiten hierher zurückkehren und das neue Gebäude in Betrieb nehmen.
Abonnieren
Posts (Atom)
































































