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Freitag, 2. April 2021

Lafnitz – Rapid II 0:1 (0:1)

2. Liga, 20. Runde, 2.4.2021
Fußballarena Lafnitz, unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Mit einem sensationellen Auswärtssieg beim Tabellenführer SV Lafnitz befreit sich die Rapid II von den Abstiegsplätzen (solange die Regionalligen mitsamt dem Unterhaus noch nicht formal abgebrochen sind, besteht die Möglichkeit von Auf- und Absteigern). Mit dem wunderschönen Treffer von Fuchshofer, ein Tor des Monats April wert, gewannen die Amas hier. Lafnitz vergab mehrere sehr gute Chancen und zeigte öfters Probleme, wodurch die Rapid II sich phasenweise gut in Szene setzen konnte. Auch in Lafnitzer Druckphasen wie am Schluss hielten sich die Amas gut.
Im Corona-Herbst 2020 hatte man in Lafnitz in Umsetzung der Abstandsregel nicht wie anderswo Sitzplätze mit Absperrband abgesperrt sondern war gleich radikaler zur Tat geschritten und hatte jeden zweiten Tribünensitz abgeschraubt. Pandemiebedingt fand dieses Spiel aber, wie seit längerem traurige Gewohnheit, ohne Zuschauerinnen und Zuschauer statt. Bei meinem letzten Besuch hier 2014 war das noch anders. 3.000 Leute hatten die Anlage bei volksfestartiger Stimmung zum Cupspiel gegen den damaligen Zweitligisten aus der Bezirkshauptstadt, den TSV Hartberg, gefüllt. Lafnitz selbst hatte sich zu diesem Zeitpunkt nach steilem Durchmarsch aus der Unterliga hinauf gerade erst in der Regionalliga festgesetzt.
Seither hat man hier einen Kameraturm und eine Hintertortribüne aufgestellt und mit insgesamt vier Fußballplätzen eine ansehnliche Sportanlage geschaffen. In höhere Gefilde wird der 1964 gegründete und 2018 in die 2. Liga aufgestiegene Verein (Lektüretipp: Artikel im Ballesterer) aber vorerst nicht vorstoßen. In der Wintervorbereitung hatte der SV Lafnitz im Prater ein Vorbereitungsspiel gegen die Rapid-Kampfmannschaft absolviert. In der Meisterschaft wird es zu keiner Begegnung kommen. Trotz der sportlichen Spitzenposition verzichtete der SV Lafnitz aus finanziellen und infrastrukturellen Gründen auf das Ansuchen um eine Bundesliga-Lizenz. In der an der Grenze zum Burgenland liegenden oststeirischen Ortschaft Lafnitz leben 1.400 Menschen.

Mittwoch, 24. September 2014

Lafnitz - Hartberg 0:2 (0:0)

ÖFB-Cup, 2. Runde, 23.9.2014
Fußballarena Lafnitz, 3.000

Die halbe Oststeiermark fand sich zu diesem Cupspiel in Lafnitz ein, wo es zum ersten Mal seit 1969 gegen den Verein der Bezirkshauptstadt ging. Die Gemeinde Lafnitz zählt nicht einmal halb so viele Einwohnerinnen und Einwohner als an diesem Dienstagabend den Sportplatz aus allen Nähten platzen ließen. Der erst vorige Saison in die Regionalliga aufgestiegene Lafnitzer Verein hielt das Match gegen den Zweitligisten TSV Hartberg lange offen. Unmittelbar nach dem 0:1 hatte Lafnitz Standardsituationen vor dem Hartberger Tor. Das Momentum wurde aber nicht zum schnellen Ausgleich genützt und so setzte sich Hartberg der Spielstärke entsprechend durch.
Auch wenn nur 1.400 Menschen in Lafnitz leben, kommen regelmäßig 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zu den Meisterschaftsspielen. Die Fangruppe der Blue Patriots der Böschung West sorgte auf einer kleinen Hintertortribüne auf der nomen est omen westseitigen Böschung mit Trommel und mehrmals angestimmten anfeuernden Gesängen für ein wenig Stimmung. Gegenüber hatten sich die Hartberger von den Blue & White Boys platziert. Sie supporteten ebenfalls immer wieder während des Spiels, brachten zum Wiederbeginn nach der Pause etwas Rauch und feierten nach Schlusspfiff den Sieg und Aufstieg feurig.
Der SV Lafnitz wurde 1964 gegründet. Nach Jahrzehnten in den unteren Ligen begann mit dem Einstieg eines Geldgebers als Sponsor und Obmann 2009 der Aufstieg des Vereins. In wenigen Jahren marschierte man aus der sechstklassigen Unterliga bis 2013 in die Regionalliga Mitte. Der Sportplatz wurde 2011/12 mit der Vergrößerung der Tribüne ausgebaut, das alte Klubhaus abgerissen und ein neues errichtet.