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Sonntag, 20. September 2015

Bodva Moldava nad Bodvou - Snina 3:0 (1:0)

Slowakei, III. liga, 9. kolo, 19.9.2015
Štadión Moldava nad Bodvou, 350

Mit einem überraschenden Sieg gegen die favorisierten Gäste aus Snina meldete sich Bodva Moldava nad Bodvou zurück. Es war erst ihr zweiter Saisonsieg.
Wenn hier die Ordnerjacken zweisprachig slowakisch und ungarisch beschriftet sind, man viel ungarisch hört und die Tore mit „Hajrá Szepsi“ bejubelt werden, ist das kein Zufall. 40% der Bevölkerung gehören im ostslowakischen Moldava nad Bodvou (ungarisch Szepsi) der ungarischen Minderheit an.
Der FK Bodva Moldava nad Bodvou wurde 1919 mit dem ungarischen Namen Szepsi Testedző kör bzw. slowakisch Moldavský telovýchovný spolok gegründet. Im Laufe der Jahrzehnte führte der Verein eine Unzahl an weiteren Namen. Zuletzt hatte man von 2010 bis 2015 in der zweiten Liga gespielt, war aber nach Problemen in der Führungsetage in die dritte Liga abgestiegen. Auch hier ziert man derzeit das Tabellenende.
Das offiziell Steel Slovakia Aréna genannte Stadion ist mit zwei Längsseitentribünen und einem flachen Stahlrohrgestell hinter einer Tribüne gut ausgebaut. Nur über die Stärke des Flutlichts hatte es in Zweitligazeiten viele Beschwerden gegeben. An diesem Abend erfüllte es seinen Zweck.
Zuvor war an diesem Tag ein Spiel in Spišská Nová Ves besucht worden.

Montag, 4. November 2013

Dolný Kubín - Bodva Moldava nad Bodvou 4:0 (1:0)

Slowakei, III. liga Východ, 14. kolo, 3.11.2013
Štadión MUDr. Ivana Chodáka, 557

Im Spitzenspiel empfing der Tabellenzweite den Erstplatzierten. Die Partie hielt nach einem schnellen Tor der Heimmannschaft, was sie versprochen hatte: Ein intensiv geführtes Spiel, in dem es um etwas ging und beide Mannschaften gewinnen wollten. Das hohe Ergebnis kam zustande als sich die aufmachenden Gäste in den Schlußminuten Konter einfingen.
Unter dem Dach der Tribüne hatten sich fast alle Leute versammelt, um vor dem unaufhörlichen Dauerregen Schutz zu suchen. Das schlechte Wetter verhinderte wohl einen noch zahlreicheren Besuch. Am Stehplatz sorgte ein wetterfester älterer Herr mit überdimensionaler Faschingsbrille am Hut mittels Gashupe, Quietschinstrument und Ratsche für eine kakophone Geräuschkulisse.
Der Fußballverein wurde 1920 als ŠK Dolný Kubín gegründet. In den 1940er Jahren wurde der Verein in der kommunistischen Zeit zunächst Spartak Dolný Kubín benannt und dann 1963 TJ Dynamo Dolný Kubín. Dieser Name blieb bis 1992, als man wieder zum Gründungsnamen zurückkehrte. Im weiteren Verlauf wurde aber wieder der alte Name aufgenommen und man hieß MFK Dynamo Dolný Kubín bis zuletzt 2010 Dynamo offiziell wieder wegfiel. Ein alter Anhänger ließ sich davon nicht beirren und feuerte unverdrossen „Dynamo, Dynamo!“ an. Nachdem der Verein heuer nach vier Saisonen aus der zweiten Liga abgestiegen ist, sieht es gut für den direkten Wiederaufstieg aus.
5.000 Leute faßt das Stadion, 600 Sitzplätze gibt es auf der überdachten Haupttribüne. Die rings um das Oval laufenden Stehplatzstufen sind teils bereits marod. Das Stadion ist nach Ivan Chodák (1914−1994) benannt. Er wurde in Dolný Kubín geboren und begann hier Fußball zu spielen. Von 1935 bis 1946 spielte er für den 1. ČsŠK Bratislava, Vorgängerverein von Slovan Bratislava. Dort war er später für zusammen 25 Jahre als Trainer verschiedener Mannschaften tätig, von der Jugend bis zur Kampfmannschaft. Neben dem Fußball schloß er ein Medizinstudium ab und betrieb auch andere Sportarten, wobei er Titel im Schilanglauf und im Eishockey gewann.
Vor und nach dem Fußballspiel wurden die Stadt und die nahe Burg besichtigt.