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Freitag, 29. Dezember 2023
Birmingham City – Bristol City 0:0
England, Championship, week 25, 29.12.2023
St Andrew's, 21.231
Ein torchancenarmes und darum verdientes 0:0 war das englische Zweitligaspiel am Freitagabend. Die Unzufriedenheit auf den Tribünen mit ihrem Trainer, dem prominentem Namen Wayne Rooney, war deutlich zu vernehmen. Birmingham City liegt nun am 20. Tabellenplatz von 24 Rängen, die Gäste von Bristol City stehen auf Platz 8. Über die Tristesse der Blues konnte auch eine Pyrotechnik-Show zum Einlauf der Mannschaften nicht hinwegtäuschen.
Mit Aiwu, der seit Saisonbeginn von Cremonese hierher ausgeliehen ist, spielte bei Birmingham City ein Ex-Rapid-Spieler (2021/22). Im Matchprogrammheft war ein Interview mit ihm zu lesen, in dem er über Gewand und Karriere sprach, aber auch den Fansupport hier mit Rapid verglich: „The support ist similar to Rapid Vienna where I played – they are very strong and follow you in every game and I am very proud to have played for both teams.“ Dass er den Rapidanhang in guter Erinnerung hat, ist schön. Birmingham City habe ich allerdings auswärts auch schon stimmungsvoller erlebt als an diesem Abend. Das lag an Spiel und sportlicher Bilanz. Ein Pickerl der Hooligan Firm Zulu Warriors war zu entdecken.
Bei Bristol City wurde in der zweiten Hälfte mit Weimann auch jemand mit Wiener Vergangenheit eingewechselt. Der Auswärtssektor war mit 1.964 Fans aus Bristol voll und meldete sich mit Gesängen.
Der Birmingham City Football Club wurde 1875 als Small Heath Alliance gegründet, woraus 1888 Small Heath, 1905 der Birmingham Football Club und 1943 schließlich der heutige Birmingham City FC wurde. Die größten Erfolge hatte man in den 1950er und 1960er Jahren. Heraus sticht dabei die Saison 1955/56 mit der besten Meisterschaftsplatzierung der Vereinsgeschichte als Tabellensechster in der höchsten Spielklasse, der First Division, sowie dem Erreichen des Finales im FA Cup, das vor 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauern in Wembley 3:1 gegen Manchester City verloren ging. Zuvor war man schon 1930/31 ebenfalls erfolglos einmal im FA Cup Finale gestanden. Den League Cup gewann Birmingham City hingegen 1962/63 und 2010/11 (und war 2000/01 ein weiteres Mal im Finale). Auf europäischer Ebene erreichte Birmingham City die Finali des Messestädte-Cups (Vorläufer des UEFA-Cups) 1950-60 (Finalniederlage in Hin- und Rückspiel gegen den FC Barcelona) und 1960-61 (Finalniederlage in Hin- und Rückspiel gegen die AS Roma. In der Premier League war Birmingham City zuletzt 2010/11, seither ist man ist man in der zweitklassigen Championship. Nach einem halben Jahrhundert Pause nach der letzten Messestädte-Cup-Teilnahme 1961/62 spielte Birmingham City nach dem Ligacup-Sieg 2011 in der Europa League 2011/12, wo man nach dem Abstieg bereits als Zweitligist in der Gruppenphase spielte.
Das 1879 erstmals ausgetragene Stadtderby mit Aston Villa heißt Second City derby aufgrund der vor einem Jahrhundert üblich gewordenen Bezeichnung von der Stadt Birmingham als zweite Stadt des Königreichs nach London. Das 127. und bislang letzte Derby fand 2019 statt. In der Bilanz liegt Birmingham City mit 38 Siegen, 33 Remis und 57 Niederlagen zurück.
Das Stadion St Andrew's wurde 1906 eröffnet. Mit einer überdachten Haupttribüne und großen unüberdachten Stehplatzrängen, den Terraces, bot das Stadion damals Platz für rund 75.000 Leute. Der Rekordbesuch waren – nach unterschiedlichen Angaben – 66.844 oder 67.341 Zuschauerinnen und Zuschauer bei einem Spiel im FA Cup gegen Everton 1939. Im Zweiten Weltkrieg erhielt das Stadion bei den zerstörerischen Bombardements der Stadt durch die deutsche Luftwaffe zwanzig direkte Bombentreffer und wurde von dieser schwer beschädigt. Die Jeff Hall memorial clock am Main Stand erinnert an den 1959 mit 29 Jahren zwölf Tage nach der Feststellung seiner Infektion mit Polio (Kinderlähmung) verstorbenen Fußballer von Birmingham City. Die Polio-Impfung war damals in Großbritannien noch nicht weit verbreitet. Der medial beachtete Tod des Spitzensportlers Jeff Hall, der kurz zuvor noch gespielt hatte, und ein Fernsehinterview seiner jungen Witwe förderten die Verbreitung der Schutzimpfung im ganzen Land. Zur heutigen Ansicht wurde das Stadion mit neuen Tribünen abseits des alten Main Stand 1993 bis 1999 umgebaut. Heute gibt es 29.409 Plätze. Im unteren Rang des Tilton Road Stand gibt es seit September 2023 durch aufklappbare Sitzreihen ermöglichte Stehplatzränge, also das hier sogenannte safe standing. Seit 2022 ist dies nach Kampagnen von Fan-Initiativen dafür anstelle der zuvor vorgeschriebenen Sitzplatzpflicht gesetzlich erlaubt.
Mittwoch, 22. November 2017
Middlesbrough - Birmingham City 2:0 (2:0)
England, Championship, week 18, 22.11.2017
Riverside Stadium, 22.848
Premier-League-Absteiger Middlesbrough gewann sicher und verdient gegen das im Zweitliga-Abstiegskampf befindliche Birmingham City. Auch wenn sich die Gäste mühten, war nach den zwei Toren in der ersten Halbzeit eigentlich alles klar. Middlesbrough hatte noch weitere Chancen und hätte höher gewinnen können.
Auf einer Hintertortribüne machte die Ultràgruppe Red Faction Stimmung, samt Trommel und Vorsänger mit Megaphon. Viele leute (zwei dutzend?) stimmten in ihren Dauersupport aber nicht ein.
Der Middlesbrough Football Club wurde 1876 gegründet. 1986 stand der Verein vor dem Ende, war pleite und konnte nur zehn Minuten vor dem Ende der Frist gerade noch rechtzeitig erneut für den Profispielbetrieb 1986/87 einreichen. Einziger Titelgewinn war der Ligapokalsieg 2004. 2006 erreichte man zudem das UEFA-Cup-Finale, das man in Eindhoven aber gegen den Sevilla FC verlor. Die Zeit von den 1990ern bis Mitte der 2000er Jahre waren die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte. 2009 stieg man aber aus der Premier League nach einem Jahrzehnt Erstklassigkeit ab und kehrte seither nur für die letzte Saison 2016/17 wieder dorthin zurück.
Rapid gewann 1953 in Amsterdam ein Benefizspiel gegen Middlesbrough zugunsten von Hochwasseropfern 2:1. Jan Åge Fjørtoft spielte hier 1995 bis 1997.
Das Riverside Stadium wurde 1995 am Ufer des Flusses Tees eröffnet und löste den Ayresome Park ab, in dem Middlesbrough seit 1903 92 Jahre lang gespielt hatte. Anfangs hatte das neue Stadion 28.000 Plätze, nach Ausbau zweier Stadionecken wurde das Fassungsvermögen schon 1998 auf heute 34.000 Plätze erhöht. Die alten Eingangstore des Ayresome Park wurde 2005 zur Erinnerung an die 1997 abgerissene Traditionsspielstätte am Stadioneingang aufgestellt. Zwei Statuen erinnern daneben an George Hardwick, der von 1937 bis 1950 für Boro gespielt hatte, sowie Wilf Mannion, der hier von 1936 bis 1954 spielte. Beide spielten auch in der englischen Nationalmannschaft.
Vor dem Spiel wurde die nordenglische Stadt Middlesbrough besichtigt.

































Riverside Stadium, 22.848
Premier-League-Absteiger Middlesbrough gewann sicher und verdient gegen das im Zweitliga-Abstiegskampf befindliche Birmingham City. Auch wenn sich die Gäste mühten, war nach den zwei Toren in der ersten Halbzeit eigentlich alles klar. Middlesbrough hatte noch weitere Chancen und hätte höher gewinnen können.
Auf einer Hintertortribüne machte die Ultràgruppe Red Faction Stimmung, samt Trommel und Vorsänger mit Megaphon. Viele leute (zwei dutzend?) stimmten in ihren Dauersupport aber nicht ein.
Der Middlesbrough Football Club wurde 1876 gegründet. 1986 stand der Verein vor dem Ende, war pleite und konnte nur zehn Minuten vor dem Ende der Frist gerade noch rechtzeitig erneut für den Profispielbetrieb 1986/87 einreichen. Einziger Titelgewinn war der Ligapokalsieg 2004. 2006 erreichte man zudem das UEFA-Cup-Finale, das man in Eindhoven aber gegen den Sevilla FC verlor. Die Zeit von den 1990ern bis Mitte der 2000er Jahre waren die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte. 2009 stieg man aber aus der Premier League nach einem Jahrzehnt Erstklassigkeit ab und kehrte seither nur für die letzte Saison 2016/17 wieder dorthin zurück.
Rapid gewann 1953 in Amsterdam ein Benefizspiel gegen Middlesbrough zugunsten von Hochwasseropfern 2:1. Jan Åge Fjørtoft spielte hier 1995 bis 1997.
Das Riverside Stadium wurde 1995 am Ufer des Flusses Tees eröffnet und löste den Ayresome Park ab, in dem Middlesbrough seit 1903 92 Jahre lang gespielt hatte. Anfangs hatte das neue Stadion 28.000 Plätze, nach Ausbau zweier Stadionecken wurde das Fassungsvermögen schon 1998 auf heute 34.000 Plätze erhöht. Die alten Eingangstore des Ayresome Park wurde 2005 zur Erinnerung an die 1997 abgerissene Traditionsspielstätte am Stadioneingang aufgestellt. Zwei Statuen erinnern daneben an George Hardwick, der von 1937 bis 1950 für Boro gespielt hatte, sowie Wilf Mannion, der hier von 1936 bis 1954 spielte. Beide spielten auch in der englischen Nationalmannschaft.
Vor dem Spiel wurde die nordenglische Stadt Middlesbrough besichtigt.

































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