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Dienstag, 1. November 2022

Arnsdorf – Tulbing 3:7 (0:2)

Niederösterreich, 2. Klasse Wachau/Donau, 5. Runde, 1.11.2022
Sportplatz SC Arnsdorf, 85

Zehn Tore gab es im Nachtragsspiel der 5. Runde zwischen den SC Arnsdorf und dem SK Tulbing zu sehen. Schnell gingen die Gäste in Führung. Beim Halbzeitstand von 0:2 war aber noch nicht abzusehen, was noch folgen sollte. Die Arnsdorfer schafften zwar auch zwei Tore, erhielten aber gleich fünf weitere. 3:7 zeigte am Spielende die neue Anzeigetafel an.
Der SC Arnsdorf wurde 1968 gegründet. Ein eigentliches Arnsdorf gibt es aber nicht sondern mehrere Arnsdörfer: Die Ortschaften Bacharnsdorf, Hofarnsdorf, Mitterarnsdorf und Oberarnsdorf. Die ungewöhnlichen Vereinsfarben orange-weiß bzw. eigentlich marillenfarben-weiß wählte man nach der hier in der Wachau großflächig angebauten Marille. 1969/70 begann man den Meisterschaftsbetrieb in der 2. Klasse Wachau, die über Jahrzehnte die Spielklasse bleiben sollte. Sie wird liebevoll ja auch Marillenliga genannt. Nur wenige Jahre waren davon ausgenommen: Die zwei Saisonen in der 2. Klasse Pielachtal 1974/75 und 1975/76 und die mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte, dem Meistertitel der 2. Klasse Wachau 1976/77, folgenden Saisonen eine Spielklasse darüber in der 1. Klasse Nordwest-Mitte 1977/78 und 1978/79. Seither spielte man wieder in der 2. Klasse Wachau, die 2022/23 mit der Ligenreform im Niederösterreichischen Fußballverband mit der 2. Klasse Donau zur 2. Klasse Wachau/Donau zusammengeschlossen wurde.
Der Sportplatz in Bacharnsdorf wurde 1971 eröffnet. Zuvor hatte der Verein provisorisch auf der Loibner Insel gespielt. Das Klubhaus wurde nach sieben Jahren Bauzeit 1981 fertiggestellt. Die größten Spiele hier sind das „Rollfähren-Derby“ mit dem SV Spitz, dessen Sportplatz gegenüber von Hofarnsdorf am anderen Donauufer liegt. Der Donaustrom kann hier mit einer Rollfähre überquert werden. Malerisch ist der Ausblick vom Sportplatz über die Donau auf St. Michael und ringsum in die herbstliche Landschaft der Wachau. Eine Schild der Marillen-Meile neben dem von Weingärten und Marillengärten umgebeben Sportplatz informiert über den Weg der Marille aus dem Orient über Rom nach Europa.
Vor dem Spiel wurden Hofarnsdorf und Bacharnsdorf besichtigt.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Spitz - Arnsdorf 2:3 (1:0)

Niederösterreich, 2. Klasse Wachau, 11. Runde, 26.10.2016
Sportplatz Spitz, 250

Mit einem Blitzstart ging Spitz kurz nach Anpiff in Führung und als sie nach der Pause den Spielstand auf 2:0 erhöhten, schien das Spiel gelaufen. Doch Arnsdorf glich in der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit nicht nur aus, sondern erzielte kurz vor Schluss sogar den Siegestreffer.
Es war ein besonderes Wachauer Derby, da die beiden Ortschaften einander gegenüber am linken und rechten Donauufer liegen und mit einer Rollfähre verbunden sind. Die Eintrittskarte galt auch als Gutschein für eine Fahrt mit der Fähre, was vor allem die zahlreichen Gästefans genutzt haben werden. Der auch mit Hupenmaschine und Trommel ausgestattete Arnsdorfer Anhang leitete das Spiel mit orangem Rauch ein und feierte nach dem 2:3 erneut mit Rauch in den markanten Vereinsfarben.
Der SV Spitz wurde 1967 gegründet. Größte Erfolge waren drei 2.-Klasse-Meistertitel und Aufstiege in die 1. Klasse 1972, 1985 und 2010. Seit dem Abstieg aus der 1. Klasse Nordwest/MItte 2013 spielt man wieder in der 2. Klasse Wachau.
Die Nähe des Sportplatzes zur Donau bringt die Hochwassergefahr mit sich. Zuletzt war der Sportplatz 2002 meterhoch überschwemmt. Infolgedessen wurde ein Hochwasserschutz errichtet, der verhindert, dass auch bei kleinen bis mittleren Hochwässern die Schlammablagerungen die komplette Erneuerung des Spielfeldes erfordern, wie dies in der Vergangenheit immer wieder der Fall war. Im Hochwasserfall steigt nun das Grundwasser an und es steht der Fußballplatz zwar unter Wasser, bei fallendem Pegelstand geht es aber zurück und hinterlässt im Unterschied zum Donauwasser keinen Schlamm.
Nach dem Spiel wurde der Ort Spitz besichtigt.