Übersichtsseiten:

Mittwoch, 18. März 2026

Ballesterer 204



Rezension


ballesterer
Nr. 204
März 2026
84 S.








„Wir sind ja nicht so wie andere.“ hörten die ballesterer-Redakteure in ihren Gesprächen mit Spielerberatern von diesen oft. In ihren Selbstdarstellungen erfährt man in der Titelgeschichte über sie, wie arbeitsreich und aufopferungsvoll ihr Job nicht wäre. Das kontrastiert deutlich zur Erfahrungsschilderung des Ex-Profifußballers und Kolumnisten Michael Novak über nur bei den (Provisionen abwerfenden) Transfers aktive Berater: „Danach wird es oft still. Die Karriere läuft weiter, die klassische Beratung pausiert bis wieder eine Verlängerung und ein Transfer anstehen.“ Eine differenzierte Betrachtung steuert das Interview mit dem guten Zoki Barišić bei, der aus seinen verschiedenen Erfahrungen als Spieler, Trainer und Sportdirektor berichtet. Der Schwerpunkt vertieft das Wissen über die Branche und lässt einen auch neues erfahren und manches etwas zurechtrücken, weil auch Sinnvolles angesprochen wird. Aber die Einschätzung blieb, dass die Branche eher vom Fußball lebt als für ihn etwas bringt.

Recht viele spannende Artikel rund um den Globus gibt es diesmal. So liest man im Heft u.a. aus Paraguay, der Türkei, afghanischem Frauenfußball im Exil oder Palästina. Christoph Biermann sagt im Interview „Es ist doch nicht so, dass ich Spiele als Data Stream schaue.“ Wenn er das Gegenteil gesagt hätte, hätte ich ihm das auch sofort geglaubt.

Nicht um Spielerberater und Business geht es in meiner Folge der Amateurfußball-Serie „Nebenschauplätze“ im Heft sondern es geht zum SV Buch/St. Magdalena in die Oststeiermark.


A4 / 9,00 € / erhältlich im Zeitschriftenhandel

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen