Sonntag, 22. September 2019

St. Andrä-Wördern – Großmugl 3:3 (1:2)

Niederösterreich, 1. Klasse Nordwest, 6. Runde, 22.9.2019
Sportplatz Wördern, 95

In einem abwechslungs- und ereignisreichen Match führte der Aufsteiger aus Großmugl nach einer Viertelstunde auch ohne ihren Ex-Austrianer Mario Majstorović 0:2, bis der St. Andrä-Wördern vor der Pause doch noch den Anschlusstreffer schaffte. Er wurde von ihrem Antreiber erzielt, dem 45-jährigen ehemaligen Bundesliga- und Zweitliga-Weltenbummler Amir Bradarić, der im Herbst 1994 sein Bundesligadebut für Rapid gegeben und drei Bundesligaeinsätze für Rapid absolviert hat. In Wördern folgten hier das 1:3, das 2:3 per verwandeltem Elfmeter (nachdem zuvor der Großmugl-Goalie einen abgewehrt hatte) und das 3:3 nach einer Stunde Spielzeit. Zum Ausgleichstreffer setzte es für Großmugl mit einer gelb-roten Karte für Handspiel einen weiteren Schlag. In der Nachspielzeit gab es Gelb-Rot für einen Spieler der Heimmannschaft.
Nach Schlusspfiff war es vor den Kabinen dann auch noch einmal turbulent, da einem Spieler von Großmugl vorgeworfen wurde, einen Spieler von St. Andrä-Wördern rassistisch beschimpft zu haben.
Der SV St. Andrä-Wördern wurde 1919 als Freiheit St. Andrä-Wördern im niederösterreichischen St. Andrä-Wördern im Tullnerfeld gegründet (7.845 Einwohnerinnen und Einwohner 2019). 1920 hieß man Sportverein St. Andrä-Wördern. 1931 wurde der Verein aufgelöst, da der Sportplatz gekündigt wurde. Es gab bis 1938 aber einen Nachfolgeverein SV Altenberg. Nach der Befreiung wurde der Sportverein 1945 wiedergegründet. 1955 wurde der Name in BSV Eisenwerk-Wördern geändert (in den 1950er und 1960er Jahren gab es hier ein Walz- und Stahlwerk, Thema eines der größten Korruptionsskandale der Zweiten Republik), aber schon 1959 wieder in SV St. Andrä-Wördern. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war der Aufstieg in die niederösterreichische Landesliga 1960. Nachdem man zuletzt 1998/99 in der 1. Klasse Nordwest gespielt hatte, schaffte man 2016/17 wieder die Rückkehr aus der 2. Klasse Donau.
Der Sportplatz wurde 1948 eröffnet. Zur Ergänzung des alten Klubhauses wurde 2007 ein Gebäude aus Containern aufgestellt und 2008 in Betrieb genommen.

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