Dienstag, 18. Juni 2019

Blick über den Lahmannhügel, 15



Rezension


Blick über den Lahmannhügel
Ausgabe 15
Januar 2019
132 S.









In der 15. Ausgabe des Fanzines Blick über den Lahmannhügel liest man Berichte von 124 Fußballspielen, darunter von Besuchen aller Spiele der Arminia Hannover sowie Groundhopping in 13 Ländern. Berichtszeitraum sind die Monate von Juli bis Dezember 2018.

International geht es für die Autoren wie so oft nach Belgien/Holland, Dänemark/Schweden und auf den Balkan. Ein treffendes Groundhopping-Stimmungsbild bringt ein Bericht von einem Belgrader Unterhausspiel am Derbywochenende: „Hier liefen aufgrund des am Sonntag stattfindenden Derbys natürlich schon jede Menge Hopper durch die Gegend. Vorgefahren mit dem Taxi, teilweise mit vollem Gepäck waren sie dann auf der Suche nach dem Eingang [...] Unter den geschätzt 60 Zuschauern (davon aber bestimmt 20% Deutsche) dann natürlich jede Menge deutscher Stimmen und auch die ein oder andere Räubergeschichte zum mit anhören. [...] Da ist man manchmal doch ganz froh, wenn man alleine reist bzw. nicht weiter auffällt.“

Auch Österreich ist vertreten, etwa mit einem Besuch in Nenzing bei einem Gastspiel von Schwarz-Weiß Bregenz: „... war ich gespannt auf die Gäste, habe ich Bregenz doch das letzte Mal im Jahre 2003 in der Saisonvorbereitung im Alpen-Cup gegen Hertha BSC gesehen. Unglaublich, wie die Zeit vergeht ☺. Aber immerhin fanden sieben Leute inkl. Capo, Megaphon, Zaunfahne ‚BNSB ʼ05‘ und zwei Fahnen den Weg hierher. Der Capo war zwar häufig alleine auf weiter Flur, zog das aber auch konsequent durch. Daneben gab es aber auch noch ‚normale‘ Fan der Schwarz-Weißen, von denen einige mit Fanuntensilien angereist waren.“

Schön ist immer wieder die Liebe zum vielbesuchten regionalen und lokalen Amateurfußball, die in diesem Blog ja geteilt wird. Es ist einfach eine lesenwerte Hingabe, auch wenn man mit den Ortsnamen geographisch nichts anfangen kann. „Pokalspiele vor der eigentlichen Saison haben den Vorteil, dass die Hauptplätze meist geschont werden und dadurch auf weniger häufig bespielten Wiesen gekickt wird. So verhielt es sich auch heute im Fall von Groß Rheide. Eigentlich ist der Hauptplatz von FC Geest in Klein Bennebek. Nachdem vor 1,5 Jahren allerdings das Vereinsheim dort abgebrannt ist, fehlt es an jeglicher Infrastruktur und eine Rückkehr ist bisweilen noch nicht absehbar. Seitdem trägt die Ligamannschaft ihre Ligaspiele in Börm aus.“ erfährt man etwa von einem Spiel im Kreispokal Schleswig-Flensburg.

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