Mittwoch, 5. September 2018

Der Ligazwerg, 3



Rezension


Der Ligazwerg
Ausgabe 3
April 2018
48 S.









Ich war noch niemals in Sandhausen und habe den SV Sandhausen noch nie live gesehen. Gehört habe ich von ihnen nicht zuletzt aufgrund des Rapidlers Stefan Kulovits, der dort spielt, zwar schon. Mein Erstkontakt mit diesem deutschen Zweitligisten ist aber nun das Fanzine Der Ligazwerg, das über einen Klempner zu mir gelangte.

Interessant ist ein Bericht über einen Spielbesuch bei Sonnenhof Großaspach gegen Rot-Weiß Erfurt samt Vorstellung des Vereins und Eindrücken von der Atmosphäre − „Ca. 250 bis 300 Erfurt-Fans gegenüber feuern eng zusammenstehend, laustark und fahnenschwenkend ihre Mannschaft an. Die Aspacher haben dem wenig entgegenzusetzen − wir fühlen uns an zuhause erinnert.“ Die Sandhausner führen Gespräche mit Fans und Verantwortlichen. Selbst über das Vorhandensein einer Fanszene holt man vor Ort Erkundigungen ein: „50 bis 80 supportende Fans zuhause“ wären drin, auswärts „vielleicht so zwischen 10 und 30, aber ein paar wenige Allesfahrer gebe es schon,“ hört man vom Fanbeauftragten. Recht klar sind auch dessen Aussagen „Nein, Ultras gibt’s hier keine. So 5 oder 6 Leute haben’s mal versucht, aber dann schnell wieder gelassen.“ und „Wenn jemand das unbedingt ausleben wolle, dann gebe es die Möglichkeit ja beim nahen VfB.“ Man kennt sich aus und weiß, warum man noch in keinem Fanzine zuvor über Großaspacher Fanszene gelesen hat.

Weiters gibt es im Heft Fanzinevorstellungen von Schalke Unser, dem Frankfurter Fan geht vor und dem Offenbacher Erwin, einiges an Humorbemühungen, ein Bericht von einem Besuch im Deutschen Fußballmuseum, einen Artikel über eine Imagekampagne des SV Sandhausen und eine Fragebogen-Umfrage zu den Gründen der geringen Zahl an Zuschauerinnen und Zuschauern im Sandhausner Hardtwaldstadion.

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