Mittwoch, 1. November 2017

Lost Ground Stadio Vecchio Romagnoli, Campobasso

1.11.2017

In der mittelitalienischen Stadt Campobasso begann das Fußballspielen nach dem Ersten Weltkrieg rund um ein benachbartes Kriegswaisenheim (Istituto degli Orfani di Guerra). Gleich daneben wurde später der erste echte Sportplatz in der Stadt gebaut. Er wurde nach dem 1929 im italienischen Kolonialkrieg in Libyen getöteten Militärpiloten Giovanni Romagnoli genannt, der in Campobasso geboren worden war.
Das Stadion besaß ursprünglich nur eine Haupttribüne und die erhaltene Kurve auf der Südseite, genannt prato, die sie um eine alte Leichtathletikbahn bog. In den 1970er Jahren wurden zusätzlich zu diesen beiden betonierten Tribünen neben der Haupttribüne und an der anderen Längsseite weitere Tribünen aus Stahlrohr mit Holzbrettern als Tritt- und Sitzflächen errichtet. Hier, auf der Distinti, entwickelte sich die Fanszene bis sie in den 1980er Jahren auf die hinter dem nordseitigen Tor neu errichteten weiteren Stahlrohrtribünen übersiedelte (Curva Nord).
Mit dem sportlichen Aufstieg in die Serie B wurde das neue Stadion außerhalb in der Selvapiana errichtet. Das alte Stadion befand sich hingegen wenige Minuten vom Bahnhof entfernt nahe dem Stadtzentrum. Durch die innerstädtische Lage hatten sich Verkehrsprobleme ergeben. Nach der Eröffnung des neuen Stadions 1985 wurde das alte Stadion noch für Amateurfußball und Rugby verwendet. Die Zusatztribünen wurden bald entfernt, schließlich auch die Haupttribüne abgerissen. Nur die Stufen der alten Kurve im Süden erinnern neben dem einfachen Spielfeld noch an das alte Stadion.
Seine größten Spiele erlebte das Stadion 1982. Am 30. Mai 1982 fixierte Campobasso mit einem 1:0 gegen die Reggina den Aufstieg in die Serie B. Hier war dann am 3. Oktober 1982 schließlich der AC Milan beim Aufsteiger zu Gast, was für den Rekordbesuch von 14.500 Zuschauerinnen und Zuschauern sorgte.




Historische Bilder

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